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Die Sonne trifft Regulus

In einigen Stunden bedeckt unsere Sonne fast Regulus, den Hauptstern im Löwen. Zwar gehört Regulus zu den hellsten Sternen am Himmel. Aber natürlich ist er derzeit nicht zu erkennen, weil die Sonne ihn völlig überstrahlt.

Von Dirk Lorenzen |
    Regulus - der Name ist lateinisch und bedeutet "kleiner König" - befindet sich fast genau auf der Ekliptik, der scheinbaren Bahn der Sonne an unserem Himmel. Gegen Mitternacht passiert die Sonne diesen Stern. Er ist dann nicht einmal einen halben Sonnendurchmesser vom Rand der Sonne entfernt. Er steht also hinter der feurigen Sonnenkorona, der Atmosphäre der Sonne, die deutlich größer ist als die gelbe Sonnenscheibe, die wir am Himmel wahrnehmen.

    Kein anderer heller Stern steht so dicht neben der Sonnenbahn. Da in der Nähe der Ekliptik auch der Mond und die Planeten laufen, wird Regulus hin und wieder von diesen Objekten bedeckt. Allerdings sind Bedeckungen durch Planeten extrem selten. 1959 hat sich Venus für einige Minuten vor Regulus geschoben. Das nächste Mal ist dies am 1. Oktober 2044 der Fall.

    Im alten Persien gehörte Regulus zu den vier königlichen Sternen, die mit den Jahreszeiten in Verbindung gebracht wurden. Regulus stand für das Frühjahr, weil er dann - anders als heute - besonders gut zu beobachten ist. Am 19. Februar steht er an unserem Himmel der Sonne genau gegenüber.

    Heute verbirgt sich Regulus im Strahlenkranz der Sonne. Mitte September taucht er wieder am Morgenhimmel auf - als erster Vorbote des Frühlings im kommenden Jahr.

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