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Die Wiederkehr der magischen Pilze

Die 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts waren die Hochzeit der Halluzinogene - und das nicht nur, um einen Rausch zu bekommen. Doch der Einsatz der Pharmaka in der Psychiatrie kam schnell zum Erliegen, die Gefahren waren zu groß. Erst jetzt erwacht das Interesse an den Substanzen wieder.

Von Arndt Reuning | 06.11.2011

Flowerpower und sexuelle Revolution, Hippie-Kultur und psychedelische Musik – die 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts waren auch die Zeit eines intensiven Drogenkonsums. Auch Psychiater entdeckten die Halluzinogene neu und untersuchten, ob sich mit Substanzen wie LSD zum Beispiel Angststörungen behandeln ließen. Dem Rausch folgte aber bald schon die Ernüchterung: 1966 wurde LSD in den USA verboten. Zu groß waren die Gefahren von Abhängigkeit und negativen Persönlichkeitsveränderungen. Die medizinische Forschung an psychoaktiven Stoffen kam zum Erliegen.

Erst jetzt, Jahrzehnte später, erwacht allmählich wieder das Interesse an der substanzunterstützten Psychotherapie. Ein Wirkstoff aus Ecstasypillen könnte Kriegsveteranen dabei helfen, ihre Traumata zu verarbeiten. Und Psylocibin soll Krebspatienten im Endstadium zu mehr Lebensqualität verhelfen. Dabei sind die Risiken im Umgang mit diesen Drogen geblieben. Wie könnte eine verantwortungsbewusste Behandlung mit LSD, Ecstasy und "magischen Pilzen" aussehen?

"Manuskript zur Sendung:"

Die Wiederkehr der magischen Pilze

"Weiterführende Links:"

Seiten des Deutschlandradios:

Der Geist im Labor
(Studiozeit: Aus Kultur- und Sozialwissenschaften, 28.07.11)

Keine Gesellschaft kommt ohne Drogen aus
(Lesart, 19.06.11)

Mit "Magic Mushroom" in die Röhre
(Forschung aktuell, 30.05.11)

Drogen gegen Angst
(Forschung aktuell, 22.04.10)

Links ins Netz:

Multidisciplinary Association for Psychedelic Studies (MAPS)

Heffter Research Institute

Rolf Verres, persönliche Homepage

Dr. Charles Grob, Harbor-UCLA Medical Center

Uniklinik Köln, Experimentelle Psychiatrie

Schweizerische Ärztegesellschaft für Psycholytische Therapie