Rotschenkel und Uferschnepfe - so heißen allein zwei Arten von Zugvögeln, die im Bereich der Nord- und Ostsee künftig möglicherweise seltener vorkommen. Das befürchtet das Institut für Vogelforschung in Wilhelmshaven, wenn auf dem Meer zahlreiche Windkraftwerke errichtet werden. Denn besonders Zugvögel reagieren empfindlich auf die Luftbewegungen, die von den riesigen Propellern ausgehen. Es kann zu einer Vertreibung dieser Vögel kommen, weil sie solche Anlagen im Abstand von bis zu 600 Metern umfliegen. Die weit verbreitete Sorge, Vögel könnten in die kreisenden Rotoren geraten, ist dagegen nahezu unbegründet, weiß Thomas Klodt, Meteorologe und Windenergieexperte:
Die Vögel können so was genau registrieren. Die können sich an solche Windkraftanlagen gewöhnen, sehen genau, wo die Rotoren lang ziehen, wo sich diese Rotoren bewegen, und fliegen an diesem Hindernis vorbei und registrieren deshalb während des Fluges, wo sie lang fliegen dürfen.
Thomas Klodt ist Mitarbeiter eines Bonner Planungsbüros, das selbst Windenergieanlagen betreibt. Zu ihnen gehören auch mehrere Windräder in Kerpen und in der Eifel. An deren Masten sind kurioserweise Falkenkästen angebracht in einer Höhe von etwa 20 Metern. Dort, noch weit genug unter den Rotorspitzen, nisten Turmfalken.
Die brüten dort, ziehen ihre Jungen auf. Es ist faszinierend, im Turm zu hören, wenn die Falkenjungen schreien und kreischen und man ist nur zwei Meter entfernt von diesem Falkenkasten. Und die stören sich überhaupt nicht an den Windkraftanlagen und werden sehr gut angenommen.
Auch an den Masten anderer Windturbinen, zum Beispiel im norddeutschen Binnenland, hängen Brutkästen für Greifvögel oder etwa Fledermäuse. Dadurch sind bislang noch keine Vögel zu Schaden gekommen, betont Thomas Klodt:
Und es gab Untersuchungen von Universitäten unter den Windkraftanlagen, wo genau geguckt wurde, ob Windkraftanlagen Vögel erschlagen würden. Es sind keine toten Vögel gefunden worden. Und man hatte da seinerzeit vermutet, das Füchse oder Marder die toten Vögel abholen würden. Das ist nochmals untersucht worden mit Elektrozäunen um die Windkraftanlagen. Es ist kein einziger toter Vogel gefunden worden.
Auch beim Institut für Vogelforschung in Wilhelmshaven ist bekannt, dass Falken sich an die kreisenden Rotoren gewöhnen können. Das Verhalten von Zugvögeln gegenüber Windrädern sei aber bisher nur teilweise erforscht. So kennt man zwar die Zugrouten der Vögel, die aus Nordostkanada, Skandinavien und aus der Arktis kommen und nach Deutschland oder weiter nach Südeuropa oder Afrika ziehen. Die Forscher wissen aber nicht genau, wie hoch die Zugvögel fliegen. Aufschluss hierüber sollen Beobachtungen geben auf einer Forschungsplattform, die in diesem Sommer in der Nordsee bei Borkum errichtet wird - genau dort, wo im nächsten Jahr der erste deutsche Offshore-Windpark entstehen soll.
Derzeit erfasst das Institut für Vogelforschung mit Radargeräten am Tage und in der Nacht die Flugbewegungen von Zugvögeln, um Daten über ihre Verteilungen in den Seegebieten sammeln und auswerten zu können. Auftraggeber dieser Untersuchungen ist das Bundesumweltministerium. Ziel ist vor allem, Prognosen zu bekommen über die Auswirkungen von Windrädern auf Seevögel. Denn schon jetzt liegen fast 30 Bauanträge von Investoren vor, für Standorte in der Nord- und Ostsee. Aber gerade solche großflächigen Anlagen könnten "die Zugrouten der Vögel beeinträchtigen und ihre Nahrungs- und Rastgebiete zerschneiden", kritisieren die Wilhelmshavener Vogelforscher.
Die Vögel können so was genau registrieren. Die können sich an solche Windkraftanlagen gewöhnen, sehen genau, wo die Rotoren lang ziehen, wo sich diese Rotoren bewegen, und fliegen an diesem Hindernis vorbei und registrieren deshalb während des Fluges, wo sie lang fliegen dürfen.
Thomas Klodt ist Mitarbeiter eines Bonner Planungsbüros, das selbst Windenergieanlagen betreibt. Zu ihnen gehören auch mehrere Windräder in Kerpen und in der Eifel. An deren Masten sind kurioserweise Falkenkästen angebracht in einer Höhe von etwa 20 Metern. Dort, noch weit genug unter den Rotorspitzen, nisten Turmfalken.
Die brüten dort, ziehen ihre Jungen auf. Es ist faszinierend, im Turm zu hören, wenn die Falkenjungen schreien und kreischen und man ist nur zwei Meter entfernt von diesem Falkenkasten. Und die stören sich überhaupt nicht an den Windkraftanlagen und werden sehr gut angenommen.
Auch an den Masten anderer Windturbinen, zum Beispiel im norddeutschen Binnenland, hängen Brutkästen für Greifvögel oder etwa Fledermäuse. Dadurch sind bislang noch keine Vögel zu Schaden gekommen, betont Thomas Klodt:
Und es gab Untersuchungen von Universitäten unter den Windkraftanlagen, wo genau geguckt wurde, ob Windkraftanlagen Vögel erschlagen würden. Es sind keine toten Vögel gefunden worden. Und man hatte da seinerzeit vermutet, das Füchse oder Marder die toten Vögel abholen würden. Das ist nochmals untersucht worden mit Elektrozäunen um die Windkraftanlagen. Es ist kein einziger toter Vogel gefunden worden.
Auch beim Institut für Vogelforschung in Wilhelmshaven ist bekannt, dass Falken sich an die kreisenden Rotoren gewöhnen können. Das Verhalten von Zugvögeln gegenüber Windrädern sei aber bisher nur teilweise erforscht. So kennt man zwar die Zugrouten der Vögel, die aus Nordostkanada, Skandinavien und aus der Arktis kommen und nach Deutschland oder weiter nach Südeuropa oder Afrika ziehen. Die Forscher wissen aber nicht genau, wie hoch die Zugvögel fliegen. Aufschluss hierüber sollen Beobachtungen geben auf einer Forschungsplattform, die in diesem Sommer in der Nordsee bei Borkum errichtet wird - genau dort, wo im nächsten Jahr der erste deutsche Offshore-Windpark entstehen soll.
Derzeit erfasst das Institut für Vogelforschung mit Radargeräten am Tage und in der Nacht die Flugbewegungen von Zugvögeln, um Daten über ihre Verteilungen in den Seegebieten sammeln und auswerten zu können. Auftraggeber dieser Untersuchungen ist das Bundesumweltministerium. Ziel ist vor allem, Prognosen zu bekommen über die Auswirkungen von Windrädern auf Seevögel. Denn schon jetzt liegen fast 30 Bauanträge von Investoren vor, für Standorte in der Nord- und Ostsee. Aber gerade solche großflächigen Anlagen könnten "die Zugrouten der Vögel beeinträchtigen und ihre Nahrungs- und Rastgebiete zerschneiden", kritisieren die Wilhelmshavener Vogelforscher.