
Die Online-Ausgabe der WIRTSCHAFTSWOCHE schreibt dazu:
"Jetzt sind wir also unten angelangt. Während die Weltwirtschaft 2023 um drei Prozent wachsen dürfte, sagt der Internationale Währungsfonds für Deutschland ein Minus von 0,3 Prozent voraus – der schlechteste Wert von 22 untersuchten Staaten und Regionen. Der deutsche Abstieg ist auch eine Folge einer seit Jahren dysfunktionalen Wirtschaftspolitik, die das Handlungskorsett der Betriebe durch immer neue Auflagen, Kosten und Regulierungen einengt. Wir brauchen ein Belastungsmoratorium für die Wirtschaft – gern gepaart mit einer Unternehmensteuerreform und einer Haltung, die Unternehmen nicht als Lastesel sieht. Sondern als Quelle unseres Wohlstands."
Der Berliner TAGESSPIEGEL meint:
"Olaf Scholz will das Problem aussitzen und hofft dabei auf die historisch hohe Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Das wird nicht so bleiben, wenn die Industrie, die hierzulande deutlich größere Relevanz hat als in vergleichbaren Ländern, noch mehr Wertschöpfung verlagert. Weil die Absatzmärkte woanders sind, weil dort Energie und Arbeit weniger kosten und weil eine Genehmigung nicht fünf Jahre braucht."
Und in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG ist zu lesen:
"Letzter Platz, huch! Das war man nicht mehr gewohnt.Ob Corona-Tief oder Energiekrise, irgendwie kam Deutschland immer besser durch die Schwierigkeiten als gedacht. Oft auch besser als andere Länder. So hat sich eine 'Wird schon'-Haltung eingeschlichen.Die ist aber eher schädlich, wenn man am Kipp-Punkt steht."
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG schließlich geht auf die Geschäftszahlen der Deutschen Bank ein:
"Die Deutsche Bank hat eine Quartalsbilanz mit Licht und Schatten vorgelegt. Hell glänzt das starke Ertragswachstum. Besonders erfreulich daran ist, dass die Einnahmen gerade in den beiden lange schwachen Sparten Privatkunden und Unternehmen dank der gestiegenen Zinsen nun sprudeln. Mehr als nur ein dunkler Flecken ist indes, dass die Deutsche Bank immer wieder von Rechtsstreitigkeiten eingeholt wird. Die Kosten dafür mögen einmalig sein, die Fälle lange zurückliegen. Aber es zeigt sich am Stellenaufbau, dass die Bank in ihre Kontrollen investieren muss. Das treibt die Kosten dauerhaft. Auch muss für ausfallgefährdete Kredite gerade mehr zurückgelegt werden, als dem Vorstand lieb ist. Nur mit Mühe konnte er dank eines starken ersten Quartals noch die eigene Prognose für die Risikovorsorge im Gesamtjahr 2023 aufrechterhalten. Doch der Eindruck drängt sich auf: Die Kosten drohen aus dem Ruder zu laufen."
