
Die MEDIENGRUPPE BAYERN, zu der unter anderem die PASSAUER NEUE PRESSE gehört, führt aus:
"Sowohl der Unions-Ruf nach einem Sofortprogramm als auch die Ankündigung von Grünen-Chefin Ricarda Lang, die Regierung werde 'zeitnah' ein Paket zur Stärkung der Wirtschaft vorlegen, signalisieren Entschlossenheit. Gut so – wenn nicht beim Vorgehen gegen die sich neu abzeichnende Krise schon wieder ein altes Muster drohen würde: nämlich statt nachhaltig zu investieren, lieber politische Gräben mit Geld zuzuschütten und Wohltaten einfach aufzuaddieren - mit Milliardenkosten."
Der REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER findet:
"Die Wortmeldungen der Parteichefinnen von SPD und Grünen lassen nichts Gutes erahnen. Ricarda Lang spricht von einer Investitionsagenda für Kitas, Bahn und Digitalisierung. SPD-Chefin Saskia Esken fordert einen subventionierten Strompreis für energieintensive Unternehmen. Damit machen es sich SPD und Grüne zu leicht. Sie wollen die Ausgaben hochtreiben und neue Subventionen einführen. Doch diese Staatshilfen müssen später zurückgezahlt werden und können bestenfalls die Krisensymptome mildern."
Das STRAUBINGER TAGBLATT mahnt:
"Was noch wenige merken, weil sie in ordentlichen Beschäftigungsverhältnissen tätig sind, was jedoch deshalb umso gefährlicher ist: Der Standort Deutschland erodiert, langsam, zunächst ohne sichtbare Auswirkungen, aber mit längerfristig fatalen Folgen."
Die TAGESZEITUNG spekuliert über die Ursachen für die konjunkturelle Schieflage:
"Deutsche waren zu exportfixiert: Großabnehmer China entkoppelt sich nun im Zuge der geopolitischen Konflikte vom Westen. Und das betrifft deutsche Unternehmen besonders hart. Vor allem aber: Der deutsche Staat hat seine Verwaltung kaputtgespart. Es ist nicht so sehr die Bürokratie mit angeblich zu vielen Verwaltungsvorschriften, die für lange Wartezeiten bei Genehmigungen sorgt, sondern die personelle Unterausstattung. Zur Spardoktrin gehörte, 20 Jahre lang praktisch keinen Nachwuchs auszubilden. Die Lücken sind gewaltig."
Die AUGSBURGER ALLGEMEINE äußert sich zu einer Studie, wonach die Hersteller Käufern von Elektroautos zunehmend Preisnachlässe gewähren:
"Für die Verbraucher ist es eine gute Nachricht, dass nicht nur Tesla den deutschen Herstellern weiter (Preis-)-Druck macht. Auch chinesische Marken werden auf deutschen Straßen immer bekannter. Die deutschen Hersteller werden durch die neuen Anbieter aus Fernost besonders unter Druck gesetzt. Zeit, über die Modellpaletten zu schauen. Und endlich deutlich mehr Kleinwagen anzubieten."
