24. November 2023
Die Wirtschaftspresseschau

Kommentiert wird unter anderem der Machtkampf beim US-Unternehmen OpenAI.

Die ChatGPT-Website ist auf dem Bildschirm eines Laptops und das OpenAI-Logo auf dem Bildschirm eines Telefons zusehen.
Ein Thema ist das US-Untermehmen OpenAI, das den Chatbot ChatGPT entwickelt hat. (picture alliance / NurPhoto / Jakub Porzycki)
Das HANDELSBLATT führt aus:
"Spätestens mit der Rückkehr des erst vor wenigen Tagen entlassenen OpenAI-Chefs ist jetzt klar: Sam Altman und Anteilseigner Microsoft haben die ganze Macht über OpenAI, den Entwickler von ChatGPT. Der Verwaltungsrat wurde kurzerhand ausgetauscht – und mit ihm die Orientierung am Allgemeinwohl. Kommerz geht also vor. Im Silicon Valley wäre das normalerweise nicht erwähnenswert. Aber bei OpenAI geht es um viel mehr als bei gewöhnlichen Start-ups: Es geht um eine bedeutende, wenn nicht sogar die Zukunftstechnologie. Die Struktur von OpenAI ist viel zu kompliziert und von vorgestern – der neue Verwaltungsrat ist weißer und männlicher als je zuvor. Das Schlimmste aber: Das Aufsichtsorgan hat seinen Zweck nicht erfüllen können."
Die NÜRNBERGER NACHRICHTEN äußern sich zum Chipproduzenten Semikron Danfoss, der in der bayerischen Stadt groß investieren wolle, aber nur
"wenn der Staat das Vorhaben entsprechend bezuschusst. Öffnen wir die Büchse der Pandora, wenn ein solches Vorgehen künftig Schule macht? Dass für mehrere Mega-Projekte der Halbleiterindustrie in Ostdeutschland bereits in Aussicht gestellt wurde, die von den Unternehmen gewünschten Förderungen zu gewähren, sollte keinen Zugzwang aufbauen. Klar ist aber auch, dass der Freistaat bei dem wichtigen Thema nicht den Anschluss verpassen will. Schließlich geht es um nicht weniger als weltweiten Einfluss in einem verflochtenen Markt."
Die MITTELDEUTSCHE ZEITUNG aus Halle geht ein auf den sogenannten Black Friday:
"Für den Handel ist der Aktionstag zweischneidig: Einerseits kommen die Kunden in die Geschäfte oder besuchen die Online-Shops, um nach Schnäppchen zu suchen. Das steigert den Umsatz. Mehr als die Hälfte der Verbraucher kauft bereits Weihnachtsgeschenke ein. Andererseits wird aber insgesamt nicht mehr konsumiert. Wer am 'Black Friday' mit Rabatt gekauft hat, gibt weniger Geld im Advent aus. Die Deutschen wollen ihr Budget für Weihnachtsgeschenke laut Umfragen eher kürzen."
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG fragt mit Blick auf zahlreiche Sonderangebotstage:
"Profitieren die Händler wirklich davon? Gerade im Onlinehandel sind viele Anbieter noch nicht einmal profitabel und stehen unter Druck ihrer Investoren, die Margen zu verbessern. Die Zeit des billigen Geldes ist seit der Zinswende vorbei. Mit großen Rabattaktionen lässt sich schlecht Geld verdienen. Zudem besteht die Gefahr eines Gewöhnungseffekts. Warum sollten Kunden überhaupt noch einkaufen kommen, wenn es doch alle paar Wochen große Aktionen gibt? Große Anbieter wie Amazon mögen das gut auffangen können. Ob kleinere Händler da mithalten können, ist zweifelhaft."