Dienstag, 27. Februar 2024

12. Februar 2024
Die Wirtschaftspresseschau

Die Spitzen der Unionsfraktion haben Bundeskanzler Scholz ein Sofortprogramm für die deutsche Wirtschaft vorgelegt.

12.02.2024
Ein weißer Mann mit kurzen schwarzen Haaren sitzt auf einem Podium mit einem Mikrofon und deutet in Richtung Kamera.
Sam Altman, Geschäftsführer (CEO) von OpenAI und Erfinder der KI-Software ChatGPT, nimmt an der Technische Universität München (TUM) an einer Podiumsdiskussion teil. (dpa / picture alliance / Sven Hoppe)
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG nimmt insbesondere die Forderung nach Steuersenkungen in den Blick:
"Der Kostenpunkt dürfte bei jährlich 30 Milliarden Euro entgangener Steuereinnahmen liegen. Hinweise zur Gegenfinanzierung in einer angespannten Haushaltslage macht die Union keine. Gleichzeitig blockiert sie ein Gesetzesvorhaben der Ampelregierung, das für eine Entlastung in der Größenordnung von knapp acht Milliarden Euro sorgen sollte. In der Sache gehen die Vorschläge der Union in die richtige Richtung. Politisch muss man das Maßnahmenbündel wohl der Rubrik wohlfeil zuordnen."
Die MEDIENGRUPPE BAYERN, zu der unter anderem der DONAUKURIER gehört, findet:
"Natürlich braucht es veränderte Weichenstellungen, um das Land wirtschaftlich wieder aufs richtige Gleis zu bekommen. Eine schnell zusammengeschusterte Liste, die ein paar Punkte enthält, die die Union in ihrer 16-jährigen Regierungszeit leider selbst vergessen hat umzusetzen, reicht allerdings nicht aus."
Das HANDELSBLATT befasst sich mit Sam Altman. Der Chef des Unternehmens hinter dem KI-Chatbot ChatGPT, OpenAI, will einem Medienbericht zufolge die weltweite Halbleiterproduktion umbauen.
"Am Anfang steht eine bizarre Zahl: Bis zu sieben Billionen Dollar soll die globale Chipinitiative von Sam Altman umfassen. Es wäre also leicht, Altmans Überlegungen als Wahnsinn abzutun. Und es wäre falsch. Altman hat recht damit, dass Chips immer wichtiger werden. Die Liste an Akteuren, mit denen er laut Insidern gesprochen hat, ist lang. Eine Firma, ein Investor, ein Staat aus Europa ist nicht darunter. Dass der alte Kontinent selbst in diesen frühen Überlegungen keinerlei Rolle spielt, ist beschämend. Die entstehende amerikanisch-asiatische Chipallianz braucht Europa nicht. Umgekehrt ist das anders."
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG kommentiert angesichts der anhaltenden Demonstrationen in Deutschland die wirtschaftlichen Folgen einer rechtspopulistischen Regierung am Beispiel Italiens:
"In Deutschland fürchten sich viele Unternehmer vor dem Aufstieg der AfD und beziehen nun auch Stellung gegen Rechtsextreme. Die italienische Wirtschaft erlebt seit 16 Monaten eine rechtspopulistische Dreier-Koalition am Ruder. Die Koalition bietet, wie alle populistischen Regierungen, einfache Lösungen für komplexe Probleme. Sie hat das Streben nach Konsens zum Kompass ihrer Politik gemacht. Die Folge: Wirtschaftsthemen werden möglichst ignoriert. Zu unpopulär wäre es, der Realität ins Auge zu sehen."