
Das HANDELSBLATT bilanziert:
"Rekordumsatz, Rekordgewinn – und trotzdem fällt der Aktienkurs. Die jüngsten Ergebnisse zeigen, wie dominant der Chipkonzern Nvidia im KI-Zeitalter ist. Doch einigen Investoren scheint langsam zu dämmern: Das extreme Wachstum wird sich nicht endlos fortsetzen."
Die WIRTSCHAFTSWOCHE stellt fest:
"Nvidias Marktvolumen war zuletzt so groß wie die Marktkapitalisierung aller Unternehmen in Großbritannien, Deutschland und Frankreich – zusammen! Das einzelne Unternehmen, gestartet als Hersteller von Grafikkarten, macht im viel beachteten US-Aktienindex S&P 500 mehr als acht Prozent aus. Dabei glänzt Nvidia auf den ersten Blick auch jetzt wieder: Dem Unternehmen gelang es mit seinen Quartalszahlen, die schon hohen Börsenerwartungen hinsichtlich Umsatz und Ertrag zu übertreffen, wenn auch nur knapp."
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG verweist auf wiederholte Treffen zwischen Nvidia-Chef Huang mit US-Präsident Trump:
"Die Chips für Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz, mit denen Nvidia zum wertvollsten Unternehmen der Welt aufgestiegen ist, spielen eine zentrale Rolle in den geopolitischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und China. Huang ist daran gelegen, seine Produkte auf dem wichtigen asiatischen Markt mit möglichst wenigen Einschränkungen zu verkaufen. Tatsächlich hat Trump kürzlich Exportrestriktionen für Nvidia-Chips aufgehoben - unter der ungewöhnlichen Bedingung, dass der Konzern 15 Prozent seines Umsatzes in China an die US-Regierung abführt."
Thema in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG ist die italienische Holding MediaForEurope:
"Die Berlusconi-Firma aus Mailand ist der neue Mehrheitseigentümer des deutschen Fernsehunternehmens Pro Sieben Sat 1. Denn der andere Großaktionär, die tschechische Finanzfirma PPF, gibt auf und verkauft alle ihre Aktien an MFE. Die Italiener kontrollieren damit mindestens 60 Prozent. Sie können, werden und müssen damit durchregieren. Auf die zuletzt rund 7.000 Mitarbeitenden von Pro Sieben Sat 1 kommen wohl ungemütliche Zeiten zu."
Die BÖRSEN-ZEITUNG verweist auf die Vereinigten Staaten:
"Im gnadenlosen US-Medienmarkt zeigt sich, wohin die Reise auch in Europa geht. Die Streaming-Platzhirsche Netflix und Amazon Prime treiben das lineare Fernsehen und die Streaming-Nachzügler vor sich her. Mit ihren werbefinanzierten Abos graben sie den Fernsehsendern auch noch die Werbegelder ab und klauen ihnen im einstigen Paradefeld der Live-Sportevents die Zuschauer. Die Berlusconis müssen aufpassen, dass ihr Traum eines europäischen Medienkonzerns nicht binnen kürzester Zeit zerplatzt."