18. September 2025
Die Wirtschaftspresseschau

Deutschlandfunk - Die Wirtschaftspresseschau

FED-Chef Jerome Powell (Archivbild)
FED-Chef Jerome Powell (Archivbild) (picture alliance / Xinhua News Agency / Hu Yousong)
Zur Entscheidung der US-Notenbank, den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte zu senken, gab es bis zum Redaktionsschluss lediglich einen Kommentar.
In der ZEIT ist die Rede von einem ganz normalen Vorgang:
"Kann man machen. Das Wachstum der US-amerikanischen Wirtschaft hat sich in diesem Jahr abgeschwächt, und es dürfte weiter sinken, Jobs sind vor allem für Langzeitarbeitslose schwerer zu bekommen. Gleichzeitig nimmt die Inflation zu: Im August sind die Preise aufs Jahr gerechnet um fast drei Prozent gestiegen. Dass die Federal Reserve auf all das mit einem niedrigeren Zins reagiert, um das Wirtschaftswachstum zu stützen, ist plausibel."
Zur Generaldebatte im Bundestag über den Etat 2025 schreibt die FREIE PRESSE aus Chemnitz:
"Bundeskanzler Merz hat die Botschaft gesetzt, die er wollte – und die nach Lage der Dinge auch absolut richtig ist: Im deutschen Sozialstaat muss sich manches ändern und vieles effizienter funktionieren, damit er nicht irgendwann kollabiert. Es geht darum, ihn zu erhalten und so aufzustellen, dass er dauerhaft finanzierbar bleibt. Union und SPD müssen jetzt zeigen, ob sie das gemeinsam hinbekommen."
Aus Sicht des HANDELSBLATTS braucht Deutschland nicht nur eine positive Stimmungswende, sondern durchgreifende Strukturreformen, bei Rente, Arbeitsmarkt und Arbeitskosten.
"Vor allem muss verhindert werden, dass die Sozialversicherungsbeiträge im Zuge des demografischen Wandels immer weiter steigen. Ohne solche Weichenstellungen wird auch das schuldenfinanzierte 500-Milliarden-Euro-Paket der Bundesregierung keinen nachhaltigen Aufschwung bringen. Gelingt es Merz nicht, Erwartungen zu erfüllen, droht er ausgerechnet jene Kräfte zu stärken, die er in Schach halten will: eine AfD, die sich längst als Regierungspartei in Wartestellung inszeniert."
Vor zehn Jahren wurde der Dieselskandal bei VW aufgedeckt. Dazu heißt es in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG:
"Die amerikanische Umweltbehörde EPA veröffentlichte eine kurze Mitteilung. Tests hatten ergeben, dass Hunderttausende Autos des Konzerns perSoftware manipuliert worden waren. Zu den tragischen Seiten des Dieselskandals gehört, dass VW zweimal für seine teuren Tricksereien bezahlt hat. Zum ersten Mal, als man jahrelang in die Fortschreibung einer Technologie investiert hatte, deren Zeit längst abgelaufen war. Und dann, ein zweites Mal, für Milliarden an Straf- und Schadensersatzzahlungen. Der Dieselskandal hat viel Zeit und Geld gekostet. Beides könnte man angesichts der vielen aktuellen Probleme heute gut gebrauchen."