
Das STRAUBINGER TAGBLATT unterstreicht:
"Wer Investitionen in die wirtschaftliche Tätigkeit fördern will, der muss die Voraussetzungen für erfolgreiches Wirtschaften schaffen. Das bedeutet die Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit, soweit dies im staatlichen Rahmen möglich ist, nämlich durch niedrigere Arbeitskosten, Senkung der Steuerbelastung und billigere Energie. Hinzu kommt noch eine Reform der Sozialversicherungen, um langfristig Klarheit über die Belastungen auf dieser Seite zu bekommen."
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG notiert:
"In der Wirtschaft findet sich immer jemand, dem es schlecht geht – hinter dem sich aber dann ganze Branchen verstecken, um politisch das größtmögliche Kapital daraus zu schlagen. Nicht selten lassen sich auch Managementfehler unter Verweis auf schlechte Rahmenbedingungen verschleiern. Wer wirklich unverschuldet am Abgrund steht, geht im großen Rauschen meist unter. Ein Schuss Zuversicht täte dem Land gut. Denn es grenzt nicht an ein Wunder, dass Deutschland funktioniert – es gibt viele Gründe dafür. Es gibt ausgezeichnete Universitäten, tolle Unternehmen, viele Menschen mit guten Ideen und eine allgemein lebendige Demokratie. Klar, alles geht immer besser, Reformen schließt das nicht aus. Aber eine kollektive Depression hilft keinem."
Die AUGSBURGER ALLGEMEINE blickt auf die Entwicklung beim Handel mit Wertpapieren:
"Die Börsenprofis sagen für 2026 ordentliche Zugewinne voraus. Risiken gibt es natürlich. Niemand weiß, welche Kapriolen US-Präsident Trump schlägt. Als er im Frühjahr den Zollhammer schwingend durch die internationale Arena der Weltwirtschaft pflügte, schickte er die Kurse weltweit in den Keller. Dennoch erholten sich die Aktienmärkte erstaunlich schnell von dem Schlag. Bestimmend für die Entwicklung der Börsen weltweit ist die Politik der US-Notenbank Fed. Die Währungshüter dürften ihren Kurs der schrittweisen Zinssenkungen fortsetzen."
Zuletzt ein Kommentar aus der FRANKFURTER RUNDSCHAU zum Beitritt Bulgariens zur Euro-Zone:
"Trotz aller Missstände kehren mehr Bulgaren in ihre Heimat zurück als auswandern. Zwar können weder die EU noch der Euro alle internen Probleme der Mitgliedstaaten lösen. Doch auf das Ventil der Abwanderung der Unzufriedenen können Bulgariens Strippenzieher kaum mehr vertrauen: Selbstbewusste Bürger, die sich nicht mehr zur Flucht in die Emigration gezwungen fühlen, können Fehlentwicklungen leichter korrigieren. Der positive Migrationssaldo ist ein Indikator dafür, dass die EU-Integration zumindest bei der allmählichen Angleichung der Lebensverhältnisse funktioniert: Wann Bulgarien seinen Titel als Europas rote Laterne abgeben kann, ist nur eine Frage der Zeit."
