05. Januar 2026
Die Wirtschaftspresseschau

Kommentiert wird der US-Angriff auf Venezuela.

Die Ölraffinerie El Palito in Venezuela
Die Ölraffinerie El Palito in Venezuela (IMAGO / ZUMA Press Wire / Juan Carlos Hernandez)
Das HANDELSBLATT aus Düsseldorf analysiert:
"US-Präsident Trump geht es vor allem um den Zugriff auf die Ölvorräte des Landes. Das Öl soll wieder zum Fließen gebracht werden – und zwar in Richtung USA. Helfen sollen ihm dabei die bisherigen Machthaber. Man habe bereits mit Rodríguez gesprochen, der Vizepräsidentin, die inzwischen die Nachfolge Maduros angetreten hat. Es scheint, dass Trump mit den nun gefügig gemachten Überlebenden des Regimes einen Deal abschließen will. Dabei bietet er den willigen Kollaborateuren Straffreiheit oder sogar Gewinnbeteiligung an gegen unbeschränkten Zugang zu Venezuelas Ölvorräten und Rohstoffen. Für die Opposition in Venezuela ist bei dieser Abmachung erst einmal keine Rolle vorgesehen."
Die RHEIN-ZEITUNG aus Koblenz notiert:
"Wenn es gelänge, demokratische Strukturen zu etablieren und die wirtschaftliche Situation der Bevölkerung zu verbessern, dann sähe das anders aus, als wenn ein korrupter Vasallenstaat entstünde, der nur andere Kassen füllt, diesmal in Washington. Zur Erinnerung an alle, die vor allem linken Diktatoren allzu gern alles durchgehen lassen: Maduro hat Wahlen gefälscht, ist auch von Deutschland nicht anerkannt und hat in einem der theoretisch reichsten Länder der Welt Millionen Menschen zu Flüchtlingen gemacht."
In Deutschland ist 5 G als Mobilfunkstandard noch längst nicht bei allen angekommen – es wird aber bereits an 6 G gearbeitet. Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG analysiert:
"Die Vorteile von 6 G reichen weit über den reinen Geschwindigkeitsaspekt hinaus, glaubt man den Fachleuten. Versprochen werden zum anderen verlässlichere Netze mit besserer Abdeckung selbst entlegener Gebiete. Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen sollen tief in die Infrastruktur integriert sein, um diese in Echtzeit zu analysieren und anpassungsfähiger zu machen. Für die Nutzer bedeutet 6 G also neue und anspruchsvolle Anwendungen. Die Rede ist von Hologrammgeräten, von Fernchirurgie, von digitalen Zwillingen realer Objekte, vom 'Internet der Sinne'. Stärker als bisher soll 'mixed reality' eine Rolle spielen, also die Verbindung digitaler Inhalte mit der echten physischem Welt."
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG mahnt:
"In Deutschland herrscht eine schwer zu erklärende Angst vor Veränderung, oft in Verbindung mit einer latenten Technikfeindlichkeit. Man muss das weder bejubeln noch verteufeln. Man muss aber erkennen, dass dieser Strom nicht mehr aufhören wird zu fließen und diejenigen mit sich fortreißt, die glauben, er betreffe sie nicht. Technologische Veränderungen, wie sie sich derzeit vollziehen, Digitalisierung, künstliche Intelligenz, haben eben dieses Potenzial: Entweder man schwimmt obenauf oder man geht langfristig unter."