
Die STUTTGARTER NACHRICHTEN bemerken:
"Dass der Leitindex immer neue Rekorde ansteuert, während die deutsche Wirtschaft in Sack und Asche geht – an diese scheinbare Perversion hatte man sich schon gewöhnt. Doch sie hat altbekannte Gründe: Insbesondere machen die Dax-Unternehmen ihre Gewinne vor allem im Ausland, und die Anleger erwarten für die nächsten Jahre immense staatliche Ausgaben sowohl für die Infrastruktur als auch Rüstung. Zudem löst der digitale Umbau der Wirtschaft in Richtung KI weltweit enorme Investitionen aus."
Die GLOCKE aus Oelde beleuchtet einen anderen Aspekt:
"Die Menschen rund um den Globus streben nach Besserem: Sie wollen gut und ausreichend essen, mobil sein, reisen, gesund und sicher leben. Die 40 Unternehmen, die im Dax vertreten sind, verstehen es, die Bedürfnisse der Menschheit zu stillen. Bedauerlich ist, dass die Deutschen die sich daraus ergebenden Chancen bislang nicht nutzen. Sie parken ihre Mittel lieber auf dem Tagesgeldkonto. Sie sollten stattdessen versuchen, an der Entwicklung der Wirtschaft teilzuhaben."
Thema in der BÖRSEN-ZEITUNG ist der Goldpreis. Dieser habe kurz vor dem Jahresende
"sein aktuelles Rekordhoch von 4.550 Dollar je Feinunze markiert, seither hat sich bei der Notierung des klassischen Wertaufbewahrungsmittels in Krisenzeiten nicht mehr viel getan. Dennoch wäre es aber verfrüht zu erwarten, dass die Rally, die im vergangenen Jahr für einen Anstieg des Goldpreises um sage und schreibe 64 Prozent gesorgt hat, bereits zu Ende wäre. Vor allem sind es die neuen geopolitischen Sorgen, die auch die Notenbanken dazu bewegen dürften, den Dollar in ihren Devisenreserven noch stärker unterzugewichten und stattdessen in Gold auszuweichen."
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG stellt fest, bei Silber sei das Jahresplus mit fast 150 Prozent noch deutlich höher gewesen:
"Gold ist eine klassische Geldanlage, ein sicherer Hafen. Fallen die Zinsen, kommt es zu geopolitischen Krisen, dann steigt der Goldpreis – untechnisch formuliert. Bei Silber ist das anders. Es ist zwar ein Edelmetall, aber eben auch ein Industriemetall. Hier müssen Anleger eine Vielzahl von Faktoren wie den Bedarf in verschiedenen Branchen berücksichtigen. Hinzu kommen politische Interventionen wie Exportbeschränkungen – zu den größten Förderländern zählen auch China und Russland. Zudem ist der Silberpreis hoch volatil und mitnichten an den Goldpreis gekoppelt. Was für Silber gilt, gilt für andere Industriemetalle, etwa Kupfer, umso mehr."
