
Das HANDELSBLATT schreibt dazu:
"Schon heute gelten Fahrzeuge von Volkswagen, Mercedes oder BMW für einen Großteil der städtischen Bevölkerung in China als nicht mehr wettbewerbsfähig. Sie sind gebaut worden mit der Brille eines um die 50 Jahre alten deutschen Ingenieurs – für Käufer, die hierzulande ebenfalls erst mit um die 50 ihren ersten Neuwagen erwerben. In China ist der typische Neuwagenkäufer Mitte 30. Die zentralen Kaufkriterien heißen automatisiertes Fahren, Software, Vernetzung und digitale Nutzererfahrung. Disziplinen, in denen die deutschen Hersteller lange nur begrenzt überzeugt haben – auch wenn sie aufholen."
Die WIRTSCHAFTSWOCHE blickt insbesondere auf Mercedes:
"Das Chinageschäft ist eingebrochen, in Europa ist Mercedes in der Gunst der Kunden hinter dem Rivalen BMW zurückgefallen. Die Marke kämpft um Orientierung, um eine Balance zwischen kurzfristiger Wirtschaftlichkeit und Markenerhalt. 2026 wird für das Unternehmen und seinen bislang glücklosen CEO Ola Källenius auch deshalb ein Schlüsseljahr. Hoffentlich hat das Unternehmen noch die ein oder andere technologische Überraschung in der Hinterhand."
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG befasst sich mit der Indien-Reise von Bundeskanzler Merz:
"Ohne Zweifel braucht Deutschland neue Partner in Asien, und Indien wurde da viel zu lange übersehen. Dass Merz von seinem Gastgeber, Ministerpräsident Modi, zu hören bekam, dass dessen Land nicht auf russisches Öl verzichten kann, kommt nicht überraschend. Indien fährt seit der Unabhängigkeit einen pragmatischen und unabhängigen Kurs in der Außenpolitik. Dass Merz sagt, er wolle da nicht 'mit erhobenem Zeigefinger' auftreten, ist nicht nur eine Anerkennung der Realität, sondern auch eine überfällige Anpassung der früher oft so oberlehrerhaften deutschen Wortwahl."
Die Krise des Buchhandels ist Thema in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG:
"Der Buchhandel hat während der Lockdowns mit Versand und persönlicher Kundenbindung tapfer gegen den Sinkflug gekämpft. Die Post-Corona-Zahlen waren so schlecht nicht. In den vergangenen Jahren stiegen die Umsatzzahlen sogar, als man den Hype um die Romance-Novels klug für sich nutzte und viele Fans zu Buchhandelsbesuchern machte. Aber gegen die Tendenz eines von Bildschirmen betäubten Publikums kann der beste Geschäftssinn nichts ausrichten. Die Bedeutung des Lesens schwindet, und das muss alle beunruhigen. Auch die, die nicht ihr Geld damit verdienen."
