23. Januar 2026
Die Wirtschaftspresseschau

Kommentiert wird unter anderem der weiter gestiegene Eigenanteil bei der Pflege.

Übereinandergestapelte Goldbarren
Die Bundesbank lagert Gold bei der regionalen US-Notenbank Fed in New York - Experten fordern eine Rückholung (Symbolbild). (picture alliance / Arne Dedert / dpa)
Der KÖLNER STADT-ANZEIGER konstatiert:
"Die Kosten für einen Heimplatz klettern ungebremst und sind mittlerweile so hoch, dass sich der Eigenanteil mit einer normalen Rente nicht mehr aus eigener Tasche bezahlen lässt. Im Schnitt sind mehr als 3.200 Euro im Monat fällig. Die Pflege wird so zur Armutsfalle. Da hilft auch der Hinweis nicht, dass bei einer Überforderung die Sozialhilfe einspringt."
Die VOLKSSTIMME aus Magdeburg findet:
"Es ist überflüssig zu sagen, dass es Reformen braucht. Eine Kommission der Koalition im Bund hat im Herbst nur vage Vorschläge vorgelegt. Gerecht wäre sicher, das Schonvermögen nach einem langen Berufsleben deutlich zu erhöhen. Eine Vollversicherung ist eher unrealistisch."
Die BERLINER MORGENPOST geht auf die Forderung ein, angesichts der unberechenbaren Politik von Präsident Trump die deutschen Goldreserven der Bundesbank aus den USA abzuziehen. Die Zeitung betont, Trump torpediere auch
"die Unabhängigkeit der Notenbank Fed, in deren Obhut das Gold gelagert wird. Damit kann das deutsche Vermögen im Wert von rund 160 Milliarden Euro bei Gelegenheit auch mal als Druckmittel gegen Deutschland eingesetzt werden. Das Risiko besteht und kann durch eine Rückholaktion vermieden werden. Panik ist nicht angezeigt – Zeichen setzen schon. Schon die Absicht einer solchen Aktion würde einen erheblichen Vertrauensverlust in die amerikanische Finanzpolitik signalisieren und den einstigen Partnern ihre Verletzlichkeit vor Augen führen."
Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG beschäftigt sich mit der Deutschen Bahn, die mit einem Sofortprogramm für mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen sorgen will:
"Ernüchternd ist der Umfang der Aktion: Gerade einmal 25 Bahnhöfe stehen zunächst besonders im Fokus. Gemessen an der Zahl der Stationen im Land ist das kein Neustart. Zumal ähnliche Initiativen schon mehrfach angekündigt wurden – dauerhaft verbessert hat sich der Zustand vieler Bahnhöfe dadurch nicht. Und wer regelmäßig mit der Bahn unterwegs ist, weiß: Das größte Ärgernis ist nicht der verdreckte Aufzug, sondern der verspätete oder gleich ganz ausfallende Zug."