13. März 2026
Die Wirtschaftspresseschau

Ein Thema in den Wirtschaftskommentaren ist die Bilanz des Münchner Autobauers BMW. Die FRANKFURTER RUNDSCHAU konstatiert:

Das Markenlogo von BMW ist auf der Haube von einem Fahrzeug des Herstellers zu sehen. Das Markenzeichen zeigt mit seinen Viertelkreisen die Landesfarben des Freistaates Bayern Weiß und Blau.
BMW hat die jüngste Bilanz präsentiert (picture alliance / dpa / Matthias Balk)
"BMW kommt robuster durch die Autokrise als die anderen. Interessant ist dabei: Trotz aller 'Technologieoffenheit' ist der Anteil der Elektroautos am BMW-Geschäft größer als bei den Wettbewerbern. Und dank der Modellreihe 'Neue Klasse' wird er noch deutlich wachsen. Dies liefert ein Beispiel dafür, worauf es ankommt: In dieser Welt muss man auf alles gefasst sein. Das galt schon immer, ist in besseren Zeiten aber in Vergessenheit geraten. Im Schutz gnädiger Verhältnisse wuchsen Wunschdenken und Machbarkeitswahn. Die akute und noch längst nicht ausgestandene Krise der Autoindustrie hat viele Ursachen – erwartbare und überraschende, externe und hausgemachte, altbekannte und jeden Tag neue. Auch BMW rollt da nicht so souverän durch, wie der scheidende Chef glauben machen will."
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG räumt ein, Oliver Zipses letzte Bilanz hätte besser ausfallen können.
"Aber in diesen turbulenten Zeiten tröstet den scheidenden BMW-Chef der Vergleich mit der Konkurrenz: Gerade erst musste Volkswagen-Chef Oliver Blume die Halbierung des Gewinns und den Abbau von bis zu 50.000 Stellen verkünden, zuvor hatte Mercedes-Chef Ola Källenius eingeräumt, dass sich die Marke mit dem Stern in einem 'sehr dynamischen Umfeld' nicht sonderlich gut behauptet hat. In Wolfsburg wie in Stuttgart zeigten alle wichtigen Kennzahlen nur in eine Richtung: steil abwärts. In München sieht die Bilanz so gesehen schon besser aus. Umsatz und Gewinn sinken leicht, beim Absatz gelang sogar ein kleiner Zuwachs."
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG befasst sich mit den steigenden Sprit-Preise seit Beginn des des Iran-Kriegs:
"Die Sprit-Debatte verdeckt, warum Menschen eigentlich pendeln, welchen alltäglichen Zwängen sie ausgeliefert sind und auch, welchen Lebensstandard sie fürchten zu verlieren.All das sind wesentliche soziale Fragen, die eine Gesellschaft lösen muss. Die Unabhängigkeit von fossiler Energie spielt dabei eine wichtige Rolle, weil ihre Kosten dauerhaft die Inflation und damit die Preise beeinflusst. Eine Krankenschwester hätte viel davon, wenn Wähler ihre Aufmerksamkeit darauf lenken, wer eigentlich Vermögen bilden kann, wer erbt und wer Steuern zahlt. Da geht es wirklich ums Geld."
Die Bundesbank wird nach der Sanierung ihrer Zentrale nicht wieder in das Betongebäude im Norden von Frankfurt am Main einziehen. Das HANDELSBLATT hält die Entscheidung für falsch:
"Die für alle Beteiligten spektakuläre Wende ist das Ergebnis eines kolossalen Irrtums. Mit der Aufgabe ihrer mächtigen Zentrale wird die Bundesbank auch städtebaulich zu dem degradiert, was sie seit Einführung des Euros ist: eine nationale Währungsbehörde, die im Schatten der Europäischen Zentralbank die europäische Geldpolitik verwaltet."