
"Das Zeitfenster für Reformen ist gemäß der politischen Logik kurz: Bis Ende April sollen die Eckwerte für den Haushalt 2027 stehen, danach rücken schon die Landtagswahlen im Osten näher. Es bleibt zu hoffen, dass Friedrich Merz und Lars Klingbeil sich nicht auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen Union und SPD beschränken."
Die FRANKFURTER RUNDSCHAU beschäftigt sich mit den Verlusten der SPD und fragt:
"Wie kann die SPD wieder zu der Partei werden, der die Menschen vertrauen, wenn es um die entscheidenden Fragen ihres Alltags geht – um Arbeitsplätze, soziale Sicherheit, bezahlbares Wohnen, gute Schulen? Die Partei muss sich stärker profilieren. Das dürfte die Arbeit in der großen Koalition in Berlin nicht leichter machen."
Die MÄRKISCHE ODERZEITUNG aus Frankfurt / Oder blickt auf die zunehmende Eskalation im Nahost-Krieg und auf Deutschland:
"Es gibt ein konkretes Interesse der Bundesrepublik, die wichtigen Handelswege der Welt frei zu halten, Wachstum und Wohlstand des Landes hängen davon ab. Dazu zählt auch die Straße von Hormus. Doch sich dafür der erratischen Kriegsführung Trumps zu unterwerfen, käme einem Himmelfahrtskommando gleich."
Und die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG verweist auf die Folgen des Konflikts für die Weltwirtschaft:
"Die Preisexplosionen bei Öl und Gas sowie Störungen von Handels- und Lieferketten treffen inzwischen die Wirtschaft asiatischer Staaten bis ins Mark und lassen auch hierzulande die Angst vor einer ausufernden Inflation wachsen. Wenn der US-Präsident nun plötzlich Lieferung und Verkauf von iranischem Öl erlaubt, zeigt das doch nur seine Ratlosigkeit."
Ähnlich pessimistisch sieht es das HANDELSBLATT:
"Was auf den ersten Blick wie die unterhaltsamen Social-Media-Irrläufe eines älteren Herren klingt, wird für die Welt und die Weltwirtschaft immer gefährlicher. Stimmt auch nur ein Teil der Äußerungen, steht der Konflikt vor einer neuen Eskalation."
Zum Abschluss ein Blick in die LAUSITZER RUNDSCHAU. Sie beschäftigt sich mit der Hoffnung mancher auf ein Comeback der Atomkraft:
"Um es klar zu sagen: Rückblickend war es ein Fehler, aus der Atomkraft auszusteigen. Doch jetzt wieder einzusteigen, wäre ebenfalls einer. Es würde zu lange dauern und wäre zu teuer."
