27. Mai 2026
Die Wirtschaftspresseschau

Kommentiert wird unter anderem der Einsatz künstlicher Intelligenz in Unternehmen. Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG meint:

Das Bild zeigt eine Illustration eines Kopfes. Aus ihm ragt eine spiralförmige Wolke mit bunten Chat-Symbolen herausragt.
Der Einsatz künstlicher Intelligenz (Symbolbild) (Getty Images / Andriy Onufriyenko)
"Entscheidend ist, hoch qualifizierten Mitarbeitern Unterstützung an die Hand zu geben, damit sie noch besser werden. Nur so ist ein höheres Wohlstandsniveau zu erreichen. Erfolgreich sein werden Betriebe, die ihren Mitarbeiten die neuen Tools zum 'Herumspielen' zur Verfügung stellen und das Wissen ihrer Angestellten nutzen. Deutschland mit seinem hohen Anteil an hochqualifizierten Beschäftigten, seiner großen Diversifizierung und seiner eingeübten Mitarbeiterbeteiligung ist wie gemacht dafür."
Das HANDELSBLATT hebt die Rolle von Geisteswissenschaftlern hervor:
"Produktive KI-Arbeit entsteht dort, wo Sachkenntnis, technisches Grundverständnis und sprachliche Präzision zusammenkommen. Wer nur formulieren kann, aber den Gegenstand nicht versteht, wird scheitern. Wer nur Fachwissen hat, aber die Aufgabe nicht sauber übersetzt, verschenkt Potenzial. Es braucht Menschen, die präzise denken, sauber formulieren und kritisch prüfen. Die wichtigste Fähigkeit im KI-Zeitalter besteht nicht darin, alles selbst zu wissen. Sie besteht darin, Fachwissen, Technikverständnis und Sprache so zu verbinden, dass Maschinen nützliche Arbeit leisten und Menschen verantwortlich entscheiden."
Das US-amerikanische Raumfahrtunternehmen SpaceX will an die Börse gehen. In der SÜDDEUTSCHE ZEITUNG heißt es dazu:
"SpaceX muss nun liefern, damit die Nasa den Mondlander im nächsten Jahr im Erdorbit testen kann. Vor diesem Hintergrund ist es zumindest für Außenstehende schon gewagt, gerade jetzt an die Börse zu gehen. Anleger eines Raumfahrtkonzerns sollten aber eher langfristig denken, denn das Narrativ von SpaceX zielt auf Fantasien wie eine gigantische Datenbank im All oder ein noch größeres Starlink-Netz ab."
Zum Abschluss noch ein Blick darauf, welchen politischen Einfluss der neue Leiter der US-Notenbank, Warsh, künftig haben wird. Die BÖRSEN-ZEITUNG schreibt:
"Dem Fed-Chef kommt qua Amt natürlich eine herausragende Bedeutung zu, doch er kann nicht im Alleingang über die Höhe der Leitzinsen bestimmen. Trump hat inzwischen zwar die Mehrheit des Direktoriums der Federal Reserve nominiert, doch verschafft ihm das keinen Zugriff auf die Notenbank. Zum einen, weil im alles entscheidenden Offenmarktausschuss auch noch die Präsidenten der regionalen Fed-Bezirke sitzen, die nicht das Weiße Haus nominiert. Zum anderen, weil auch die Direktoriumsmitglieder unabhängig agieren."