
Das HANDELSBLATT stellt fest:
"Das erste Kapitel der KI-Geschichte handelte vom Training: große Modelle, große Rechenzentren, große Budgets. Europa hat dieses Kapitel nicht gewonnen. Das zweite Kapitel handelt vom Betrieb. Von Inferenz, also davon, wie Modelle in die Wirtschaft kommen: zuverlässig, sicher, effizient, nah am Kunden. Das ist nicht mehr nur ein Kapitalwettbewerb. Es ist ein Kompetenzwettbewerb. Und hier hat Europa etwas zu bieten. Während Brüssel plant und Berlin debattiert, bauen europäische Unternehmen bereits. Nicht als Kopie amerikanischer Vorbilder, sondern mit einem eigenen Ansatz. Die Verteidigungsfirma Helsing aus München gehört mit einer erwarteten Bewertung von bis zu 18 Milliarden Dollar zu den wertvollsten Start-ups Europas. Mistral AI in Paris, zuletzt mit 14 Milliarden Dollar bewertet, verkauft Unabhängigkeit von amerikanischer und chinesischer Technologie als Kernprodukt. Regierungen und Unternehmen kaufen genau das."
Das Magazin DER SPIEGEL beschäftigt sich mit der Batterieforschung:
"Damals wie heute ist das, was der Staat dafür tatsächlich tut, ein Witz. Der gesamte Förderetat des Bundes für Batterieforschung für das Jahr 2026 beläuft sich auf 227 Millionen Euro. Zum Vergleich: BMW allein bekommt vom Bund und Bayern zusammen 273 Millionen Euro zur Entwicklung eines Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antriebs. Auch Brennstoffzellen sind Batterien, die Technik ist am Markt aber längst krachend gescheitert. Weltweit werden schon seit 2023 mehr Ferraris verkauft als Wasserstoff-Pkw, in ganz Europa werden Wasserstofftankstellen wieder abgebaut – viele gab es ohnehin nicht."
Thema in der BÖRSEN-ZEITUNG ist die Zukunft der 1869 gegründeten Oldenburgischen Landesbank:
"Die Geschichte der OLB als Marke und rechtliche Einheit wird – danach sieht es im Zuge der Anfang 2026 vollzogenen Übernahme durch Crédit Mutuel inzwischen aus – bald enden. Das mögen vor allem Altkunden im Nordwesten als schmerzlichen Verlust empfinden. Dass jedoch die neue OLB-Eigentümerin keine große Rücksicht auf derlei Sentimentalitäten nimmt, erscheint nachvollziehbar. Die Düsseldorfer Targobank, die künftig die gemeinsame nationale Marke sein soll, ist schon länger Teil der Genossenschaftsbankengruppe aus Frankreich, größer und bundesweit präsenter."
