
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG stellt fest:
"Im Güterverkehr haben die Konkurrenten den Platzhirsch DB Cargo immer weiter zurückgedrängt; auch im Nahverkehr sind die Privatbahnen ernst zu nehmende Konkurrenz. Bald könnte sich auch im Fernverkehr mehr Wettbewerb breitmachen. Es wäre höchste Zeit. Flixtrain plant mit 65 neuen Hochgeschwindigkeitszügen eine milliardenschwere Offensive. Und auch der Anbieter Italo will in Deutschland lukrative Strecken bedienen. Dass Italo in Deutschland an seine Grenzen stößt, liegt nicht nur an der Deutschen Bahn, die ihr Revier verteidigt, sondern an einem komplexen System, das viele Befindlichkeiten bedienen muss. Es rächt sich, dass Deutschland keine echten Hochgeschwindigkeitsstrecken hat."
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG beleuchtet die Situation auf dem Markt für Computerchips:
"Bisher dominieren dort solche auf Basis der von Intel definierten Architektur. Intel selbst und AMD sind die beiden hauptsächlichen Hersteller. Doch seit Apple es mit seinen Chips der M-Reihe geschafft hat, diese Platzhirsche alt aussehen zu lassen, gerät das Kräfteverhältnis ins Wanken. Führende Laptop-Hersteller wie Lenovo, Dell oder Asus haben bereits Laptops mit dem Nvidia-Chip angekündigt – auch das ist ein Zeichen, dass die Branche nicht riskieren will, technologisch abgehängt zu werden. Die Kunden aber können sich freuen: Konkurrenz belebt das Geschäft."
Das HANDELSBLATT beschäftigt sich mit dem Anstieg der Verbraucherpreise in der Eurozone:
"Die Energiepreise sind zwar Auslöser, aber längst nicht mehr einziger Treiber der Inflation. Im Dienstleistungssektor hat die Inflation zuletzt wieder von 2,2 auf 2,5 Prozent angezogen. Auch die Industrie reicht – wenngleich auf niedrigerem Niveau – vermehrt höhere Kosten weiter. Die Verkaufspreiserwartungen sind besorgniserregend gestiegen. So berechtigt Sorgen um die fragile Konjunktur der Euro-Zone sind: Sie dürfen die Notenbanker jetzt nicht davon abhalten, die Leitzinsen zu erhöhen. Zu viel steht auf dem Spiel."
Die BÖRSEN-ZEITUNG bemerkt zur geplanten Übernahme der Commerzbank durch die italienische Großbank Unicredit:
"Unter dem Strich steht der Vorgang sinnbildlich für Deutschlands Wirtschaft: menschlich korrekt, aber leider naiv. Das begann schon mit dem verkorksten Anteilsverkauf des Bundes, welcher der Unicredit erst die Tür geöffnet hat. Und zuletzt wurde mit der sympathischen, aber zahnlosen 'We own yellow'-Kampagne noch ein rein symbolischer Abwehrkampf orchestriert. Die Grenzen dessen, was möglich gewesen wäre, um den Verlust der Eigenständigkeit abzuwenden, wurden nie angetestet."
