
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG notiert:
"In diesem Jahr sollte der verspätete Tiefbahnhof nun wirklich in Betrieb gehen. Jetzt ist klar: Es wird noch einmal fünf Jahre länger dauern. Mindestens. Worüber soll man sich am meisten ärgern? Die irrwitzige Auflistung der Gründe für die XXL-Verzögerung? Die Kommunikation der Deutschen Bahn, die mit Scheibchenweise wohlwollend umschrieben ist? Oder die 300 bis 400 Millionen Euro Extrakosten je Jahr, die jetzt noch einmal dazukommen? Als Bahnkunde und Steuerzahler fällt einem zu der Misere kaum noch etwas ein."
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG findet:
"Für die Bahn ist die Entwicklung ein Desaster, fürs Image, finanziell. Der Schaden wird auch nicht dadurch kleiner, dass sich die neue Bahn-Chefin Evelyn Palla als Aufräumerin präsentieren kann. Und für Stuttgart und seine Bürgerschaft ist die erneute Verzögerung eine weitere Zumutung. Sie müssen nicht nur weitere Jahre mit einer Riesenbaustelle im Herzen der Stadt leben. Sondern auch mit der Ungewissheit, was aus dem versprochenen neuen Stadtviertel wird, das auf dem Gelände entstehen soll, wo heute noch oberirdisch Gleise verlaufen."
Die STUTTGARTER ZEITUNG ist überzeugt, das Problem gehe...
"... weit über die Erschwernisse hinaus, die die Deutsche Bahn ihren Kunden in Stuttgart seit Jahren zumutet. In einer Zeit, in der an vielen Stellen ein Gefühl der Resignation um sich greift, weil in diesem einstmals so trefflich funktionierenden Land vieles aus den Fugen zu geraten scheint, ist das Eingeständnis des neuerlichen Scheiterns bei einem Großprojekt fatal. Die Erkenntnis greift um sich, dass Versprechen nicht mehr umgesetzt und eingelöst werden."
Das HANDELSBLATT beschäftigt sich mit einer Umfrage zu den Gebühren für Bankkonten:
"Demnach zahlen etwa 250 von 1.003 Befragten pro Jahr mehr als 100 Euro für ihr Girokonto. Berechnet auf den einzelnen Monat sind 8,34 Euro fürs Girokonto keine Gebühr, die Menschen in den finanziellen Ruin stürzt. Nichtsdestoweniger sollten wir uns als Inhaberinnen und Inhaber eines oder mehrerer Girokonten die Frage stellen: 'Was bekomme ich für mein Geld?' Und zwar im doppelten Wortsinn. Viele Banken, deren Kontogebühren aufs Jahr gerechnet dreistellig sind, werben mit einem engmaschigen Filialnetz, das professionelle Beratung vor Ort garantiert. Wer dieses Angebot nutzen will, zahlt womöglich gern dafür."
