
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG schreibt zu diesem Schritt:
"Es sind also nicht nur geopolitische Widersacher betroffen, sondern auch Verbündete der USA. Nach Lesart des Unternehmens dürfen nicht einmal mehr seine eigenen ausländischen Mitarbeiter auf die Technologien zugreifen. Anthropic sah deshalb keinen anderen Weg, als die Modelle vorerst ganz abzuschalten, also auch für Amerikaner. Es liegt noch etwas im Nebel, was die US-Regierung zu ihrem drastischen Schritt bewogen hat. Offenbar ging es um Sicherheitsbedenken, aber Anthropic stellt das weitreichende Exportverbot als unverhältnismäßig dar und fühlt sich unfair behandelt. Die Entscheidung der Regierung ist auch insofern verwunderlich, weil sie sich damit ein Stück weit ins eigene Fleisch schneidet."
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG befasst sich nach dem Scheitern des deutsch-französischen Kampfjets FCAS mit den Perspektiven für Deutschland:
"Der neue Hoffnungsträger wäre nun GCAP, das Global Combat Air Programme, bei dem Großbritannien, Japan und Italien ebenfalls einen FCAS vergleichbaren Kampfjet entwickeln. Das Ziel ist das Jahr 2035. Einst war die Entwicklung des heutigen Eurofighters durch Deutschland, Italien, Großbritannien und Spanien am Ende ein Erfolg. Und bei GCAP ist Rolls-Royce beteiligt, ein Unternehmen, das viel Erfahrung mit dem Bau von Triebwerken hat. Der Chef des beteiligten italienischen Rüstungskonzerns Leonardo kann sich eine Beteiligung der Deutschen gut vorstellen, auch wegen der Kostenteilung und des zusätzlichen Know-hows. GCAP wäre wahrscheinlich die schnellste und günstigste Lösung. Und politisch würde man demonstrieren, dass es auch in raueren Zeiten noch erfolgreiche multinationale Verteidigungsprojekte geben kann – und das ganz ohne die USA."
Zum Schluss noch die Meinung der NEUEN OSNABRÜCKER ZEITUNG zum Vorschlag der Senioren-Union, nach dem junge Menschen deutlich früher in die Rentenversicherung einzahlen sollen:
"Ins Visier nimmt Senioren-Unions-Chef Hubert Hüppe den steigenden Anteil junger Erwachsener, die nach der Schule nicht zum Bund gehen oder ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren, sondern ein freiwilliges asoziales Jahr, besser bekannt als Gap Year. Nichts spricht gegen eine Reise nach dem Abiturstress, aber ein ganzes Jahr von Kontinent zu Kontinent zu jetten oder von Party zu Party zu hüpfen, bevor es ans Studieren geht, dient weder der persönlichen Entfaltung noch der Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit oder Sozialsystemen in schwierigen Zeiten wie diesen."
