
"Es sollte klar sein: Ein Weiter-so kann sich Volkswagen nicht erlauben. Die Rekordabsätze von vor einigen Jahren werden auf absehbare Zeit nicht mehr erreicht. Dass Ministerpräsident Olaf Lies bereits erklärt hat, mit ihm seien höchstens moderate Sparmaßnahmen möglich, klingt nach Realitätsverweigerung. Wenn die Kosten nicht gesenkt werden, hat VW in Deutschland keine Zukunft. Zur Wahrheit gehört allerdings auch: Sparprogramme können Zeit kaufen, sie ersetzen aber keine Strategie. Ohne Strategie droht VW, im globalen Wettbewerb zerrieben zu werden."
Die italienische Großbank Unicredit kommt einer Commerzbank-Übernahme näher. Nach Ablauf ihres Übernahmeangebots sicherte sich die Unicredit mehr als 44 Prozent der Anteile an der Commerzbank. Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG konstatiert:
"Das Spiel ist aus. Ob die Unicredit knapp unter oder knapp über 50 Prozent der Anteile hält, ist eine technische Frage, die praktisch keine Bedeutung hat. Für die Durchsetzungsmacht auf Hauptversammlungen ist die tatsächliche Präsenz maßgeblich, die fast nie bei 100 Prozent liegt. Damit hat der Unicredit-Vorstandsvorsitzende Andrea Orcel erreicht, was er beabsichtigt hat: Unicredit hat die Kontrolle über die Commerzbank. Das Commerzbank-Management wird konstruktiver und offener werden müssen. Auch für die Bundesregierung ist es an der Zeit, die Realität anzuerkennen. Es ist marktwirtschaftlich unverantwortlich, am Commerzbank-Anteil festzuhalten, immerhin gut zwölf Prozent. Nostalgie ist unangebracht."
Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat ein neues Förderkonzept für klimafreundliche Heizungen wie Wärmepumpen beschlossen. Die maximal förderfähigen Kosten werden von 30.000 auf 28.000 Euro gesenkt und dann in Stufen weiter verringert. Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG findet das Konzept im Grundsatz richtig:
"Zwar sind Wärmepumpen immer noch deutlich teurer als herkömmliche Heizkessel. Sie holen diesen Nachteil aber schneller raus, umso teurer die Brennstoffe der alten Konkurrenz werden. Entsprechend weniger muss der Staat zuschießen. Richtig ist auch, die Förderung stärker auf einkommensschwache Haushalte zu konzentrieren. Davon wiederum können etwa Rentner profitieren, die ihr Haus auf Vordermann bringen wollen, oft aber an der Finanzierung scheitern."
Ähnlich argumentiert die MÜNCHNER MERKUR:
"Es ist richtig, dass Schwarz-Rot die Subventionen für den Umstieg auf 'grüne Heizungen' behutsam zurückfährt. Zu angespannt ist die staatliche Finanzlage, als dass die Merz-Regierung da weitermachen könnte, wo Habeck aufgehört hat. Das Geldausgeben mit der Gießkanne muss ein Ende haben."
