
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG schreibt:
"Nicht nur in der Klimakrise gibt es Kipppunkte. Auch in der Unternehmenswelt gibt es Momente, in denen sich etwa eine Übernahme kaum noch verhindern lässt. Für die Commerzbank bedeutet das: Vorstandschefin Bettina Orlopp wird sich wohl mit Unicredit-Chef Andrea Orcel zusammensetzen müssen, selbst wenn ihr sein Stil nicht gefällt. Selbst wenn Orlopp danach keine tragende Rolle mehr spielen wird. Sie ist dem Unternehmen verpflichtet; eine Strategie verbrannter Erde wäre gefährlich und ist ihr auch nicht zuzutrauen."
Das HANDELSBLATT befasst sich mit einer möglichen Steuer auf zuckerhaltige Getränke:
"In Großbritannien zeigt eine Lenkungssteuer seit 2018 Wirkung: Die Briten nehmen heute täglich nur noch 16 Gramm Zucker über Softdrinks zu sich – fast zehn Gramm weniger als die Deutschen. Eine Softdrinksteuer ist für alle Seiten ein Gewinn. Das Gesundheitssystem kann viele Millionen sparen. Der Fiskus erwartet 450 Millionen Euro Steuereinnahmen im Jahr. Am Ende profitieren auch die Limohersteller. Studien aus Ländern mit Softdrinksteuer zeigen: Die Branche steht danach keineswegs schlechter da."
Die Zeitungen der MEDIENGRUPPE BAYERN kommentieren die geplante Bafög-Erhöhung:
"Dass der Grundbedarf beim Bafög überhaupt erst auf das Bürgergeld-Niveau angehoben werden soll, spricht Bände. Zwischenzeitlich wirkte es dennoch so, als wäre selbst das zu viel verlangt. Angesichts eines unsicheren Haushalts drohte die Bafög-Reform trotz vorheriger Zusage nur verwässert oder gar nicht zu Stande zu kommen. Nun konnten sich Union und SPD doch einigen. Ein gutes Zeichen, das allerdings reichlich spät kommt."
Und die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG freut sich über das vom Bundestag beschlossene antragslose Kindergeld:
"Das automatische Kindergeld taugt als politisches Lehrbeispiel dafür, dass Parteien nicht immer nur darum wetteifern müssen, wer die stärkste Erhöhung der steuer- und beitragsfinanzierten Ausgaben verspricht. Für viele Wähler ist es schon eine Freude, wenn sie feststellen, dass versprochenes Geld ohne Umweg und Verwicklung auf ihr Konto kommt. Und wenn dann ganz nebenbei auch noch Spielraum für eine Entlastung von Steuern und Abgaben entsteht."
