
"Wenn es einen perfekten Sturm gibt, dann hat er sich über Wolfsburg zusammengebraut: Managementfehler, nationale Standortnachteile und unfaire Praktiken des übermächtigen Wettbewerbers China treffen auf einen politisch gelähmten Konzern, in dem SPD und Grüne aus Angst vor ihren Wählern Anpassungsmaßnahmen mitblockieren."
Auch der Krieg im Iran ist ein Thema in den Kommentaren. Die erneute Eskalation wirkt sich erneut auf die Straße von Hormus aus, wie auch das HANDELSBLATT feststellt:
"Und die Planer des Kriegs scheinen nicht einmal damit gerechnet zu haben, dass der Iran die Straße von Hormus sperren könnte. Egal, wie man es dreht und wendet: Trump hat den Iranern ein strategisches Druckmittel verschafft. Sie werden deshalb weiter auf der Kontrolle der Meerenge bestehen."
Die PFORZHEIMER ZEITUNG legt den Fokus auf die Folgen in Deutschland:
"Hohe Spritpreise nähren die Unzufriedenheit. Befeuert wird die aber auch, wenn es am Ende vor allem die Konzerne sind, die von den Maßnahmen der Bundesregierung profitieren. Umso mehr sollten Union und SPD die Mineralöl-Unternehmen in die Pflicht nehmen. Dass die ihre Preispolitik offenlegen sollen, ist ein erster Schritt. Und die Zeiten, in denen der Staat die Bürgerinnen und Bürger gegen jede geopolitische Unwucht abschirmen kann - man denke an den Wumms, den Doppel-Wumms und die Bazooka von Olaf Scholz - diese Zeiten sind vorbei."
Die BADISCHE ZEITUNG aus Freiburg nimmt sich der Forderung mehrerer Industrieverbände und wirtschaftsnaher Institute an, Deutschland solle sein Klimaziel für 2045 aufgeben.
"Das zeugt von Chuzpe wie von Kurzsichtigkeit. Egal scheint auch der Bericht des Robert-Koch-Instituts, wonach in Folge der Extremhitze 2026 allein bis Juli 5100 Menschen starben. Und die Tendenz ist steigend: Der Klimawandel ist ja im Gange und kann nicht mehr gestoppt, sondern bestenfalls gebremst werden – falls die Industriestaaten ernst machen mit dem CO2-Ausstieg. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt aber hat Zweifel, ob das etwas bringt. Und was sind schon 5000 Hitzetote im Jahr gegenüber einem kriselnden Wirtschaftsstandort?"
