1:59:30
"Die Zwei-Stunden-Mauer ist gefallen": Pressestimmen zum Marathon-Weltrekord von Sabastian Sawe aus Kenia

Sabastian Sawe aus Kenia hat in London einen Marathon-Weltrekord aufgestellt. Er lief die Strecke als erster bei einem offiziellen Wettkampf in einer Zeit von weniger als zwei Stunden und sorgte damit weltweit für Aufsehen. Dazu hier einige Pressestimmen.

    Sabastian Sawe hält seinen Sportschuh mit dem Marathon-Rekordwert in der Hand.
    Auch Pressekommentare im Ausland widmen sich dem Rekord von Sabastian Sawe. (IMAGO / Stephen Lock / i-Images)
    THE STAR aus Sawes Heimatland Kenia ist begeistert. Der Läufer lieferte demnach - Zitat - "eine atemberaubende Leistung ab und schrieb Geschichte als erster Mann, der bei einem Straßenmarathon in London die Zwei-Stunden-Marke unterbot. In einem Rennen, das die Grenzen der Ausdauer neu definierte, setzte sich Sawe souverän ab und ließ ein starkes Elitefeld hinter sich zurück."
    Der britische GUARDIAN wird geradezu poetisch: "Er kam. Er Sawe. Er siegte. Vor nicht allzu langer Zeit gehörte die Vorstellung, dass jemand einen offiziellen Marathon in weniger als zwei Stunden laufen könnte, noch in den Bereich des Fantastischen und Theoretischen: teils heiliger Gral, teils wissenschaftliche Neugier. Doch im Laufe einer Stunde, 59 Minuten und 30 Sekunden an einem stürmischen Frühlingstag in London machte Sabastian Sawe daraus eine atemberaubende Realität."

    "Eine der größten Obsessionen des Sports"

    Auch USA TODAY ist beeindruckt. "Eine Marke, die im Langstreckenlauf einst als unüberwindbar galt, wurde gebrochen. Der Marathon unter zwei Stunden ist seit Jahren eine der größten Obsessionen des Sports und wurde durch eine Reihe hochentwickelter Projekte verfolgt, die darauf abzielten, die Grenzen des Menschen neu zu definieren."
    Die spanische Sportzeitung MARCA findet: "Der London-Marathon 2026 wird vielleicht als das legendärste Rennen aller Zeiten in die Geschichte eingehen: dasjenige, bei dem im Männermarathon die Zwei-Stunden-Marke unterboten und zudem der Weltrekord im reinen Frauenrennen gebrochen wurde."
    Die Sportzeitung AS, ebenfalls aus Spanien, braucht nur ein Wort: "Geschichte. Es gibt keine andere und keine bessere Art, das zu beschreiben, was Sabastian Sawe am Sonntag in London vollbracht hat. Geschichte des Marathons, der Leichtathletik und des Sports. Seine Zeit und seine Laufschuhe werden für immer in Erinnerung bleiben." 

    "Wie viel Glauben sollten wir dem Geschehenen schenken?"

    Auch LE FIGARO aus Frankreich ist begeistert: "Die legendäre Barriere ist gefallen. Zum ersten Mal ist ein Mann einen Marathon in weniger als zwei Stunden gelaufen und hat damit seinen Namen für immer in die Sportgeschichte eingeschrieben."
    L'EQUIPE, ebenfalls aus Frankreich ist skeptischer. "Die Zwei-Stunden-Mauer ist gefallen. Wie viel Glauben sollten wir dem Geschehenen schenken? In einer Sportart, in der dank der Arbeit der Athletics Integrity Unit (AIU) fast wöchentlich Dopingsperren verhängt werden, insbesondere über Distanzen wie dem Marathon (wie aktuell im Fall der kenianischen Weltrekordhalterin Ruth Chepngetich), sind Verdachtsmomente unvermeidlich."
    Diese Nachricht wurde am 27.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.