
Union und SPD machten nicht nur nicht genug, sie machten alles noch schlimmer, sagte der Bundestagsabgeordnete Brückner dem Deutschlandfunk anlässlich des Aktionstags gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit. Familienministerin Prien habe mal eben klammheimlich den Aktionsplan Queer Leben eingestampft, also einen Plan, der queeres Leben besser schützen sollte, führte er aus. Hinzu komme die Meldewesenverordnung von Innenminister Dobrindt, bei der viele fürchten müssten, künftig beim Gang zum Amt zwangsgeoutet zu werden. Zudem kritisierte Brückner, dass Bundestagspräsidentin Klöckner das Hissen der Regenbogenfahne zum Christopher Street Day erneut abgelehnt habe.
Der Aktionsplan Queer Leben wurde im Januar offiziell für abgeschlossen erklärt. Dobrindt strebt an, zur Erleichterung der Behördenarbeit bei trans Menschen künftig auch den ursprünglichen Geschlechtseintrag und den Vornamen ins Melderegister eintragen zu lassen. Zum heutigen Aktionstag weht auf dem Reichstagsgebäude die Regenbogenflagge. Klöckner erklärte, dafür gebe es einen klaren parlamentarischen Anlass, beim CSD indes nicht.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Diese Nachricht wurde am 17.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
