EZB-Direktoriumsmitglied
Digitaler Euro soll zu größerer europäischer Eigenständigkeit führen

Das Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank, Cipollone, sieht den geplanten digitalen Euro als Schritt zu größerer Unabhängigkeit von ausländischen Zahlungssystemen.

    Ein Hochhaus und mehrere EU-Flaggen stehen vor blauem Himmel. Die Sonne scheint durch die blauen Fahnen.
    Das Gebäude der Europäischen Zentralbank in Frankfurt (picture alliance / Eibner-Pressefoto / Florian Wiegan)
    Man wolle sicherstellen, dass EU-Bürger ihre Grundbedürfnisse decken könnten, unabhängig von dem, was weltweit passiere, sagte Cipollone im Deutschlandfunk. Daher brauche es eine europäische digitale Infrastruktur. Bisher müssten Verbraucher häufig US-amerikanische Zahlungssysteme nutzen. Er betonte, dass man Bargeld nicht abschaffen wolle. Vielmehr gehe es um eine digitale Ergänzung. Cipollone äußerte sich im Vorfeld einer Rede vor dem Europäischen Parlament am Nachmittag.
    Der digitale Euro soll Zahlungen aus einem virtuellen Portemonnaie ermöglichen. Er könnte erstmals 2029 in Umlauf gebracht werden. Zuvor ist die Zustimmung der EU-Mitgliedstaaten und des Europäischen Parlaments nötig.
    Diese Nachricht wurde am 24.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.