Zollstreit
DIHK: "Asymmetrisches" Handelsabkommen mit USA darf kein Maßstab für EU werden

Die deutsche Wirtschaft hofft auf eine schnelle Einigung der EU-Institutionen über das Handelsabkommen mit den USA.

    Die Vereinbarung könne helfen, die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen vorerst zu stabilisieren und wichtige Zeit zu gewinnen, heißt es in einer Erklärung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. Allerdings dürfe der - so wörtlich - "asymmetrische Charakter" des Abkommens kein Maßstab für die europäische Handelspolitik werden.
    Vertreter aus dem Europaparlament und dem Rat der 27 EU-Länder beraten heute Abend in Straßburg über eine Abschaffung der europäischen Zölle auf US-Industriewaren. Dies hatte EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen im vergangenen August US-Präsident Trump zugesagt. Die USA versprachen im Gegenzug, ihren Zollsatz auf die meisten EU-Produkte bei höchstens 15 Prozent zu belassen.
    Trump hat der EU eine Frist bis zum 4. Juli gesetzt und mit deutlich höheren Zöllen - unter anderem auf Autos - gedroht, sollten die Verpflichtungen aus dem Abkommen nicht eingehalten werden.
    Diese Nachricht wurde am 19.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.