Proteste
Diplomatische Spannungen zwischen Europa und Iran nehmen zu - Teheran bestellt Botschafter ein

Angesichts der Proteste im Iran nehmen die diplomatischen Spannungen zwischen Teheran und europäischen Staaten weiter zu.

    Eine iranische Flagge weht im Wind.
    Eine iranische Flagge weht im Wind. (picture alliance / Connect Images / LB Studios)
    Frankreich und Großbritannien verurteilten erneut das gewaltsame Vorgehen der iranischen Sicherheitskräfte. Der französische Präsident Macron sprach von "blinder Gewalt" gegen Demonstranten, die für "universelle Grundrechte" auf die Straße gingen. Das EU-Parlament verweigert zudem ab sofort iranischen Diplomaten und Regierungsvertretern den Zutritt.
    Das Außenministerium in Teheran bestellte die Botschafter Deutschlands, Frankreichs, Italiens und Großbritanniens ein. Zur Begründung hieß es, die Regierungen der vier Länder hätten öffentlich ihre Unterstützung für die regimekritischen Proteste geäußert.
    Nach Angaben einer in Norwegen ansässigen Menschenrechtsorganisation sind bei den Demonstrationen bisher mindestens 648 Menschen getötet worden. Gestern hatte es erstmals seit Tagen keine neuen Massenproteste gegeben. Das iranische Staatsfernsehen zeigte stattdessen Aufnahmen von Kundgebungen, auf denen Menschen Unterstützung für das Regime gezeigt haben sollen.
    Diese Nachricht wurde am 12.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.