
Das seit Jahren geplante Vorhaben sieht weitere Bauprojekte im Westjordanland vor. Reinicke sagte im Deutschlandfunk, aktuell gebe es offenbar zu wenig internationalen Druck, um das Projekt aufzuhalten. In der Vergangenheit sei ein Baustopp nach internationalen Einwänden bereits mehrmals vorgekommen.
Reinicke, der auch ehemaliger deutscher Botschafter ist, forderte mehr Deutlichkeit von der EU und auch von der Bundesrepublik. Rein verbale Einwände reichten nicht mehr aus. Deutschland müsse alles tun, um die Option einer Zwei-Staaten-Lösung aufrecht zu erhalten. Reinicke bezeichnete EU-Sanktionen als eine Möglichkeit. Diese könnten sich etwa gegen Bauunternehmen richten, statt nur gegen radikale Siedler.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Diese Nachricht wurde am 20.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
