Nach Wahl in Sachsen-Anhalt
DIW-Präsident Fratzscher mahnt entschlossene Reformpolitik an

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Fratzscher, die Bundesregierung vor einem Abrücken von Reformen gewarnt.

    Marcel Fratzscher, Ökonom, Deutsches Institut der Wirtschaftsforschung
    Marcel Fratzscher, Ökonom, Deutsches Institut der Wirtschaftsforschung (picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt)
    Fratzscher sagte im Deutschlandfunk, die Politik dürfe aus Wahlergebnissen nicht den Schluss ziehen, den Bürgern notwendige Veränderungen nicht mehr zumuten zu können. Er befürchte, dass angekündigte Reformen nun ausbleiben könnten. Das wiederum könnte wirtschaftliche Probleme verschärfen und Arbeitsplätze kosten, warnte Fratzscher.
    Der DIW-Präsident plädierte für ein Sozialsystem, das Menschen gezielt unterstütze. Zugleich sprach er sich für den Abbau von Subventionen aus und nannte dabei das Dienstwagenprivileg als Beispiel. Zudem müssten Menschen mit niedrigen Einkommen sowie Unternehmen steuerlich stärker entlastet werden.

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    Diese Nachricht wurde am 09.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.