Migration
Dobrindt beharrt auf Grenzkontrollen - EU-Kommissar Brunner fordert Ende

Bundesinnenminister Dobrindt will an den deutschen Grenzkontrollen ungeachtet der Vorbehalte der EU-Kommission festhalten. Der CSU-Politiker sagte am Rande eines Treffens mit seinen EU-Kollegen in Luxemburg, die Kontrollen hätten eine deutlich positive Wirkung auf das Migrationsgeschehen.

    Zwei Polizisten in leuchtgelben Warnwesten stoppen ein Fahrzeug; einer hebt eine Kelle in die Höhe. Man sieht die beiden von hinten.
    Kontrolle an der deutsch-österreichischen Grenze. (picture alliance / CHROMORANGE / Michael Bihlmayer)
    Die Magnetwirkung Deutschlands habe sich verringert, was sich vorteilhaft auf ganz Europa auswirke, betonte Dobrindt. EU-Innenkommissar Brunner plädierte dagegen für ein Ende der Kontrollen. Er sagte ebenfalls in Luxemburg, der grenzfreie Schengenraum müsse wieder funktionieren.
    Derzeit nehmen neun Länder Kontrollen an ihren Grenzen zu anderen Schengenländern vor, darunter auch Österreich und die Niederlande. Die EU-Kommission hatte bereits am Dienstag ein Ende der Kontrollen nahegelegt und auf das neue EU-Asylpaket verwiesen. Dieses tritt in der kommenden Woche in Kraft ebenso wie das neue Einreisesystem EES.
    Diese Nachricht wurde am 04.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.