Vereinsverbot
Dobrindt: Muslim Interaktiv will Spaltung der Gesellschaft

Bundesinnenminister Dobrindt begründet das Verbot von Muslim Interaktiv damit, dass der Verein gegen die verfassungsmäßige Ordnung und gegen die Völkerverständigung verstoße.

    Alexander Dobrindt (CSU), Bundesinnenminister, spricht während eines Statements zum Verbot der islamistischen Vereinigung "Muslim Interaktiv".
    Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, CSU (Sebastian Christoph Gollnow/dpa)
    Der Verein spreche Israel das Existenzrecht ab und fordere die Einführung eines Kalifats, erklärte der CSU-Politiker in Berlin. Nach seinen Worten wurden seit dem Morgen 19 Objekte in Hamburg, Berlin und Hessen durchsucht und dabei Bargeld, Datenträger und handschriftliche Notizen sichergestellt.
    Der Minister erklärte, seit etwa eineinhalb Jahren trete der Verein verstärkt öffentlich auf. Deshalb habe man in den vergangenen Monaten Erkenntnisse für ein Verbotsverfahren gesammelt. Muslim Interaktiv wolle die Gesellschaft spalten - vor allem durch die Radikalisierung junger Leute.
    Diese Nachricht wurde am 05.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.