Forschung
Dokumente zum NS-Völkermord an Sinti und Roma werden digitalisiert

Die Universität Heidelberg will erstmals historische Dokumente zum NS-Völkermord an den Sinti und Roma zusammentragen und öffentlich zugänglich machen.

    Ein Blumenkranz liegt bei einer Gedenkveranstaltung vor einer Gedenkstele für die in der NS-Zeit deportierten Sinti und Roma aus Oldenburg. Auf der Gedenkstele sind Namen der deportierten Menschen zu lesen.
    Zu Zeiten der NS-Diktatur wurden europawet 500.000 Sinti und Roma von den Nationalsozialisten ermordet. (picture alliance / Hauke-Christian Dittrich )
    Für das auf neun Jahre angelegte Forschungsprojekt stehen 4,5 Millionen Euro bereit, wie ein Sprecher mitteilte. Das Verbrechen an der Bevölkerungsgruppe sei nicht nur gesellschaftlich und politisch ignoriert, sondern auch in der Forschung kaum beachtet worden. Während der NS-Diktatur wurden europaweit rund 500.000 Sinti und Roma ermordet.

    Dokumente aus allen Ländern, die unter NS-Besatzung standen - oder mit dem Nazi-Regime verbündet waren

    Das neue Projekt will Dokumente aus dem nationalsozialistischen Verwaltungsapparat sowie Quellen aus der Perspektive der Opfer veröffentlichen und für die weitere Forschung bereitstellen. Die Schriftdokumente stammen aus allen Ländern, die unter nationalsozialistischer Besatzung standen oder mit NS-Deutschland verbündet waren.
    Diese Nachricht wurde am 24.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.