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StartseiteSport am Wochenende"Damit kann man bei Olympia gefahrlos dopen"02.02.2014

Doping"Damit kann man bei Olympia gefahrlos dopen"

Wenige Tage vor Eröffnung der Winterspiele weckt eine investigative Recherche der ARD-Dopingredaktion erhebliche Zweifel an einer glaubwürdigen Dopingbekämpfung im Land des Olympiagastgebers.

Hajo Seppelt im Gespräch mit Marina Schweizer

Eine Urinprobe wird in einem Schweizer Labor in Lausanne auf Dopingmittel getestet (AP)
Eine Urinprobe wird in einem Schweizer Labor in Lausanne auf Dopingmittel getestet (AP)

Eine längere investigative Recherche ging dem spektakulären Fund voraus. Mit falscher Identität als Sportlerberater und versteckter Kamera sind die Journalisten nach Russland gefahren. Hajo Seppelt, Teil des Teams, berichtet von seinem Besuch in Moskau bei einem Wissenschaftler von der "Russischen Akademie der Wissenschaften". Dieser habe nach kurzem Zögern den vermeintlichen Sportlerberatern das neue Mittel "Fullsize MGF" noch für die Spiele in Sotschi zur Verfügung stellen wollen. "Er war nach kurzem Zögern sehr offen und hat das Mittel als sehr effektiv angepriesen", so Seppelt.

Die Journalisten haben das Mittel nach Köln ins Dopinglabor gebracht und dort hat sich besätigt. "Es ist tatsächlich ein dicker Fund. Es ist eine völlig neue Substanz." Über gesundheitliche Folgen könne man zum aktuellen Zeitpunkt nur spekulieren. Bisher ist das Mittel nur an Tieren getestet. "Es darf eigentlich in keinem Fall von Menschen genommen werden." Aktuell sei kein Dopinglabor in der Lage, das Mittel nachzuweisen, auch nicht in Sotschi. Ein Athlet könne damit bei den Winterspielen jetzt "gefahrlos dopen".

Das vollständige Gespräch können Sie bis mindestens 2. August 2014 als Audio-on-demand abrufen

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