Dienstag, 17. Mai 2022

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Doping
Turin trübt Sotschis Sonnenschein

Bei den Olympischen Spielen in Sotschi 2014 sollen im Anti-Doping-Kampf neue Maßstäbe gesetzt werden. Thema sind dort aber auch die Nachtests von Olympia 2006 in Turin. Darunter sind laut Recherchen von Dopingexperte Hajo Seppelt mindestens vier positive Proben.

Bastian Rudde im Gespräch mit Hajo Seppelt | 18.02.2014

Seppelt sagte dazu im Deutschlandfunk: "Wir haben übereinstimmende Informationen aus dem Internationalen Olympischen Komitee." Das IOC hat insgesamt rund 350 Proben von 2006 nachtesten lassen. Bereits vergangene Woche hatte die ARD berichtet, dass von der estnischen Doppel-Olympiasiegerin im Langlauf, Smigun-Vähi, ein positiver Nachtest vorliege.
Die Verjährungsfrist für Turin 2006 läuft mit dem Ende der Spiele von Sotschi ab. Das IOC wartet eigenen Angaben zufolge noch auf einen Abschlussbericht der Nachtests und will diese erst dann detailliert kommentieren. Seppelt wirft dem IOC eine Art Verzögerungstaktik vor. "Und von daher geht es hier darum, dass der schöne Schein der Spiele von Sotschi nicht getrübt werden soll", sagte Seppelt im Deutschlandfunk.
Das vollständige Gespräch können Sie bis mindestens 18. August 2014 als Audio-on-demand abrufen.