Sonntag, 14. August 2022

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Doping und Leichtathletik
"Ein Alptraum für den Sport"

Die ARD-Dokumentation "Geheimsache Doping" beinhalte sehr beunruhigende Dinge, sagte Clemens Prokop, Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, im DLF. Die Fairness gebiete, auch die Beschuldigten zu Wort kommen zu lassen. Das internationale Doping-Kontroll-System müsse aber kritisch überprüft werden.

Clemens Prokop im Gespräch mit Matthias Friebe | 06.12.2014

    Der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) Clemens Prokop spricht am 30.07.2014 auf einer Pressekonferenz in der Geschäftsstelle des Landessportbundes Hessen in Frankfurt am Main (Hessen).
    Clemens Prokop, Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. (picture alliance / dpa - Fredrik Von Erichsen)
    Clemens Prokop sagte, die Zusammenarbeit zwischen Kontrolleuren und kontrollierten Sportlern sei ein Alptraum für den Sport. Damit sei die Glaubwürdigkeit insgesamt gefährdet. Das internationale Doping-Kontrollsystem müsse kritisch überprüft werden.
    Die Aufklärung der aktuellen Vorwürfe sei aber nicht einfach. Der Leichtathletik-Weltverband IAAF ist mit ihrem Schatzmeister Balachnitschew, dem Vorsitzenden des russischen Leichtathletikverbandes, selbst involviert. Die geeignete Institution zur Aufklärung, so Prokop, sei die Welt-Anti-Doping Agentur WADA.
    Der deutsche Sport müsse klare Zeichen setzen, dass hier alle Möglichkeiten für einen Sauberkeit ausgeschöpft werden und sich zum Anti-Doping-Gesetz bekennen. Die deutsche Anti-Doping-Agentur sei aber frei vom Anschein eines Verdachts, in unsaubere Praktiken verwickelt zu sein. Die russische Anti-Doping-Agentur soll geholfen haben, positive Tests zu vertuschen.
    Das Gespräch können Sie als Audio-on-Demand nachhören.