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Doppelsternhaufen im Perseus

Sollten Sie heute Abend auf den Sternschnuppenregen der Orioniden warten, können Sie sich die Zeit vertreiben und nach einigen anderen Leckerbissen am Nachthimmel suchen.

Damond Benningfield |
    Sollten Sie heute Abend auf den Sternschnuppenregen der Orioniden warten, können Sie sich die Zeit vertreiben und nach einigen anderen Leckerbissen am Nachthimmel suchen.

    Das Sternbild Cassiopeia - das bekannte Himmels-W - finden Sie hoch am nördlichen Himmel. Unterhalb davon stoßen Sie auf den Helden Perseus. In seinem Sternbild verbirgt sich ein doppelter Sternhaufen.

    Mit bloßem Auge erkennen Sie ihn nur als einen nebeligen Fleck. Ein gutes Fernglas kann Ihren Blick auf den Sternhaufen wesentlich verbessern. Sie erkennen zwei benachbarte Sternhaufen - zwei Sternansammlungen, die ursprünglich aus derselben Gas- und Staubwolke entstanden sind.

    Jeder der beiden Sternhaufen hat einen Durchmesser von ca. 70 Lichtjahren. Zusammen haben sie vielleicht die 5000fache Masse der Sonne und strahlen etwa 200.000mal mehr Licht aus als sie. Es scheint, als seien beide Sternhaufen miteinander verbunden. Vielleicht sind sie aber nur schwerkraftmäßig voneinander abhängig. Ein Sternhaufen könnte Millionen von Jahren vor dem anderen entstanden sein.

    Versuchen Sie einmal, den doppelten Sternhaufen im Perseus zu finden. Eine gute Himmelskarte bietet Ihnen Hilfe. Perseus steht unterhalb von Cassiopeia, dem Himmels-W.

    Und bei dieser Suche sollten Sie die Orioniden nicht vergessen. Die vielen Sternschnuppen gehen auf Krümel des Halleyschen Kometen zurück. Sollte das Wetter mitspielen, ist es eine besonders gute Nacht, den Himmel zu genießen.