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Vor IOC-Entscheidung zu Russland
DOSB schließt Olympia-Boykott aus

Der Deutsche Olympische Sportbund schließt einen Boykott der Olympischen Spiele 2024 aus, auch wenn Sportlerinnen und Sportler aus Russland und Belarus wieder zugelassen werden sollten.

    Symbolbild zum russischen Sport und dem drohenden Ausschluss von den olympischen Spielen
    Die mögliche Wiederzulassung russischer Sportler zu den Olympischen Spielen in Paris sorgt für Kontroversen. (picture alliance / Ralph Peters)
    Ein deutsches Team werde starten, ein Boykott werde aus grundsätzlichen Erwägungen ausgeschlossen, sagte DOSB-Präsident Weikert den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der DOSB könne sich aktuell eine Teilnahme von russischen und belarussischen Sportlerinnen und Sportlern nicht vorstellen. Wenn das IOC anders entscheide, was sich abzeichne, müssten Weikert zufolge bestimmte Voraussetzungen gelten. So sollten Angehörige des russischen Militärs nicht starten dürfen. Zudem müsste für die Athleten und Athletinnen, die antreten dürfen, eine völlige Neutralität gelten, also keine nationalen Symbole, Farben und keine Hymnen. Weikert befürchtet, dass die Teilnahme russischer Athleten an den Spielen in Paris zu Propaganda-Zwecken missbraucht werden könnte.
    Das Internationale Olympische Komitee kommt heute in Lausanne zusammen, um über eine Empfehlung für den künftigen Umgang mit russischen und belarussischen Sportlerinnen und Sportlern zu beraten. Das IOC unter der Leitung des Deutschen Thomas Bach hat mehrfach durchblicken lassen, dass es eine Zulassung russischer Athleten als sogenannte "neutrale Athleten" befürwortet.
    Diese Nachricht wurde am 28.03.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.