Oberlandesgericht Düsseldorf
Drei Jahre Haft für Aufrufe zu Anschlägen

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat einen Rechtsextremisten aus Dortmund zu drei Jahren Haft verurteilt.

    Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Der Angeklagte (2.vr) steht neben seinem Anwalt Ashraf Abouzeid (2.v.l.) im Gerichtssaal.
    Prozess um Politiker-Todesliste in Düsseldorf (Oliver Berg/dpa)
    Der 50-jährige Informatiker wurde unter anderem wegen der Anleitung zur Begehung einer terroristischen Straftat schuldig gesprochen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann eine anonyme Plattform im sogenannten Darknet betrieb, wo er zu Anschlägen auf Politiker, Richter und Wissenschaftler aufrief. Außerdem habe er Krypto-Kopfgeld für deren Ermordung eingeworben und Anleitungen zum Bombenbau veröffentlicht.
    Auf den von dem Rechtsextremisten veröffentlichten Namenslisten standen unter anderem die frühere Bundeskanzlerin Merkel und der ehemalige Bundeskanzler Scholz.
    Diese Nachricht wurde am 19.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.