Provinz Cordoba
Drei Tage Staatstrauer nach Zugunglück in Spanien - mindestens 40 Tote und viele Schwerverletzte

Nach dem schweren Zugunglück in Südspanien hat die Regierung drei Tage Staatstrauer ausgerufen. Regierungschef Sanchez kündigte bei einem Besuch der Unglücksstelle in der Provinz Cordoba eine gründliche Untersuchung an.

    Schweres Zugunglück im Süden Spaniens: Ministerpräsident Pedro Sanchez spricht umringt von mehreren Personen zu den Medien, bevor er sich zum Unglücksort begibt.
    Tote bei Zugunglück in Spanien: Ministerpräsident Sanchez vor Ort. (EUROPA PRESS / dpa / Joaquin Corchero)
    Die Zahl der Todesopfer ist auf mindestens 40 gestiegen. Mehr als 170 Reisende seien verletzt worden, davon 24 schwer und fünf sehr schwer, teilten die Behörden mit. Es wurde befürchtet, dass sich die Zahl der Toten noch weiter erhöhen könnte.

    Hochgeschwindigkeitszug entgleist und kollidiert mit entgegenkommendem Zug

    Laut der Guardia Civil ereignete sich das Unglück in der Nähe von Adamuz in der andalusischen Provinz Cordoba. Ein Hochgeschwindigkeitszug sei mit einer Geschwindigkeit von etwa 300 Kilometern pro Stunde entgleist und mit einem entgegenkommenden Zug kollidiert. Insgesamt befanden sich rund 500 Menschen in den beiden Zügen. Die Unfallursache ist unklar. Verkehrsminister Puente erklärte, das betroffene Teilstück sei im vergangenen Mai saniert worden, es habe sich zudem um moderne Schnellzüge und eine Strecke ohne Kurven gehandelt.

    Beileidsbekundungen aus dem Ausland

    EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen sprach den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus. Bundeskanzler Merz äußerte sich "erschüttert" und sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Frankreichs Präsident Macron versicherte den Spaniern angesichts der Tragödie, sein Land stehe an ihrer Seite.
    Diese Nachricht wurde am 19.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.