Nach Asienmeisterschaft
Drei weitere Frauen der iranischen Fußball-Nationalmannschaft lehnen offenbar Asyl in Australien ab

Zwei weitere Fußballerinnen sowie eine Betreuerin der iranischen Fußball-Nationalmannschaft der Frauen sollen ihren ursprünglich geplanten Asylantrag in Australien zurückgezogen haben. Das berichteten iranische Staatsmedien. Demnach befänden sich die drei Teammitglieder auf dem Weg nach Malaysia, wo der Großteil des Teams auf die Rückreise in den Iran wartet. 

    Spielerinnen der Islamischen Republik Iran während der iranischen Nationalhymne beim Spiel des Asien Cup zwischen Südkorea und dem Iran.
    Spielerinnen der Islamischen Republik Iran während der iranischen Nationalhymne beim Spiel des Asien Cup zwischen Südkorea und dem Iran. (Dave Hunt / AAP / dpa / Dave Hunt)
    Bei der Asienmeisterschaft hatte das Team beim ersten Gruppenspiel gegen Südkorea (0:3) auf das Singen der Nationalhymne verzichtet. Menschenrechtsgruppen befürchten daher Repressalien für die Frauen im Iran. Sieben Mitglieder der Nationalmannschaft erhielten Asyl in Australien.
    Zuletzt hatte sich laut Angaben der australischen Behörden schon eine Spielerin gegen einen Verbleib entschieden. Der iranische staatliche Fernsehsender Irib teilte jetzt mit, dass "zwei Spielerinnen und ein Mitglied des Trainerstabs" der Nationalmannschaft ebenfalls auf ihren Asylantrag in Australien verzichtet hätten und sich derzeit auf dem Weg nach Malaysia befänden. Der Sender veröffentlichte ein Foto der drei Frauen, das diese kurz vor dem Einstieg in ein Flugzeug zeigen soll.
    Diese Nachricht wurde am 14.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.