Freitag, 12. August 2022

Dresden
Erstmals weniger Pegida-Demonstranten

Erneut sind in der Pegida-Hochburg Dresden Tausende auf die Straße gegangen - aber erstmals ist die Zahl der Demonstranten rückläufig. Unterdessen hält der Streit um den Umgang mit dem Bündnis an. Sachsens Ministerpräsident Tillich warb abermals für einen Dialog mit den Demonstranten.

25.01.2015

    Ein Teilnehmer einer Veranstaltung der Pegida demonstriert am 25.01.2015 in Dresden (Sachsen) nach dem Ende der Veranstaltung auf dem Theaterplatz. Die Pegida-Bewegung (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) hat seine für diesen Montag geplante Kundgebung auf Sonntag vorgezogen.
    Ein Teilnehmer nach der Pegida-Demonstration: Am Sonntag sind 17.000 Anhänger in Dresden auf die Straße gegangen (picture alliance / dpa / Arno Burgi)
    Der CDU-Politiker sagte im ZDF, man müsse unterscheiden zwischen den Pegida-Organisatoren sowie Rechtsextremisten einerseits und der Masse der Demonstranten andererseits. Man könne 20.000 Menschen nicht einfach ausgrenzen, sondern müsse sie wieder für den demokratischen Prozess interessieren. Der SPD-Vorsitzende Gabriel war wegen seines Besuchs einer Diskussion von Pegida-Anhängern am Freitag in die Kritik geraten.
    Eine Woche nach dem Demonstrationsverbot wegen einer Terrordrohung hatte das Pegida-Bündnis in Dresden am Sonntag erneut Tausende Anhänger mobilisiert. Allerdings ging die Zahl erstmals zurück: Zu der Kundgebung kamen laut Polizei 17.300 Anhänger. Vor zwei Wochen hatten die islamkritische Bewegung noch 25.000 Menschen auf die Straße gebracht.
    Zahlreiche Kundgebungen am Montag
    Für den Montag sind in zahlreichen deutschen Städten wieder islamkritische Kundgebungen und Gegenaktionen geplant. Zu den Anti-Pegida-Demonstrationen für Weltoffenheit und Toleranz werden Tausende Teilnehmer erwartet, zu den Veranstaltungen der Pegida-Ableger nach den Erfahrungen der vergangenen Wochen deutlich weniger. Demonstrationen und Gegendemonstrationen angemeldet wurden unter anderem in Leipzig, Berlin, Bremen, Hannover, Düsseldorf, Frankfurt am Main.
    (tön/bn)