Gesellschaft
DRK-Präsident Gröhe fordert höhere Entlohnung im Freiwilligen Sozialen Jahr

Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Gröhe, hat eine Erhöhung des sogenannten Taschengeldes für die Absolvierung eines Freiwilligen Sozialen Jahres gefordert.

    Freiwilliges Soziales Jahr: Eine junge Frau kümmert sich in einem Wohnheim der Diakonie um einen behinderten jungen Mann. Dieser legt vertrauensvoll sein Gesicht an ihre Schulter.
    Dienst an der Allgemeinheit: DRK-Präsident fordert höhere Entlohnung (picture alliance / dpa / Jens Büttner)
    Mit derzeit rund 400 Euro könnten sich nur wenige junge Menschen einen solchen Dienst am Gemeinwesen erlauben, sagte Gröhe den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Der Betrag solle daher mindestens auf die Höhe des Bafög-Höchstsatzes von rund 990 Euro monatlich angehoben und ein Deutschlandticket gewährt werden. Dies würde mehr Personen ermöglichen, einen Freiwilligendienst zu machen - auch wenn sie aus Familien kämen, die jeden Cent umdrehen müssten.
    Gröhe mahnte für ehrenamtliche Helfer beim Roten Kreuz zudem einen gesetzlichen Anspruch auf Freistellung von ihren Arbeitgebern an. Anders als bei Feuerwehr und Technischem Hilfswerk gebe es diesen für die Ausbildung in den anerkannten Hilfsorganisationen nicht. Das sei ungerecht, erklärte der DRK-Präsident.
    Diese Nachricht wurde am 28.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.