Vorhaben der Deutschen Bahn
Drogenbeauftragter Streeck befürwortet Alkoholverbot an Bahnhöfen

Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Streeck, hat das geplante Alkoholverbot an deutschen Bahnhöfen befürwortet. Streeck sagte der "Rheinischen Post", wenn weniger Alkohol an diesen Orten zu einem besseren Sicherheitsgefühl führe, sei das ein Gewinn für alle.

    Hendrik Streeck (CDU) gibt ein Pressestatement in seiner neuen Funktion als Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen im Bundesministerium für Gesundheit.
    Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (Michael Kappeler/dpa)
    Zuvor hatte sich bereits Bundesinnenminister Dobrindt offen für den Vorschlag gezeigt.
    Hilfsorganisationen warnen unterdessen vor den Folgen für Obdachlose. Ein Alkoholverbot an Bahnhöfen könnte diese aus dem öffentlichen Blickfeld drängen, hieß es von der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe. Kritik kam auch von der Bundespolizeigewerkschaft. Der Vorsitzende Ostermann erklärte, er halte das Vorhaben für kaum umsetzbar. Die Bundespolizei sei nicht für die Durchsetzung verantwortlich, das Hausrecht besitze die Deutsche Bahn.
    Die Bahn will das Verbot bis Mitte Oktober an allen rund 5.400 Bahnhöfen umsetzen. Bei Verstößen droht künftig ein Platzverweis, im Wiederholungsfall ein Hausverbot.
    Diese Nachricht wurde am 22.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.