
Der CDU-Politiker sagte im Deutschlandfunk, Produkte wie Vapes würden mit Geschmacksrichtungen wie Cola, Strawberry oder Kiwi vor allem Jugendliche ansprechen. Im Grunde handele es sich aber auch hier Nikotinprodukte, die entsprechend abhängig machen würden. Die Koalition will zwar auch Tabak-Ersatzprodukte teurer machen, Streeck hält aber eine noch höhere Steuer auf diese Produkte für gerechtfertigt.
Er begründete das auch mit aktuellen Daten. So habe es in den letzten fünf Jahren in der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen einen Anstieg der Raucher von 3,5 Prozent gegeben, der vor allem auf diese Tabak-Ersatzprodukte zurückzuführen sei - und das, obwohl der Konsum eigentlich erst ab 18 Jahren zugelassen seien.
Die von der Koalition geplante deutliche Erhöhung der Tabaksteuer verteidigte Streeck. Für ihn würden dabei nicht die höheren Steuereinnahmen im Vordergrund stehen, stattdessen gehe es darum, vor allem Jugendliche davon abzuhalten, mit dem Rauchen anzufangen. Rauchen verursache im Gesundheitssystem jährlich Kosten von rund 30 Milliarden Euro. Die durch die höhere Tabaksteuer erzielten Einnahmen sollten seiner Meinung nach deshalb stärker für Prävention und Entwöhnungsprogramme eingesetzt werden.
Gestern wurde bekannt, dass die Koalition aus Union und SPD die Tabaksteuer stärker erhöhen will als bisher geplant. Demnach würde der Preis für eine Packung mit 20 Zigaretten bis zum Jahr 2030 schrittweise von aktuell 8 auf fast 12 Euro steigen.
Diese Nachricht wurde am 14.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
