Presse-Statement
Drohnen-Vorfall in Leipzig/Halle: Dobrindt spricht von "hybridem Anschlagsszenario"

Der Bundesinnenminister hat sich am Abend vor der Presse zum Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle geäußert. Der CSU-Politiker Dobrindt sprach von einem "hybriden Anschlagsszenario".

    Alexander Dobrindt (CSU), Bundesinnenminister, spricht bei einer Pressekonferenz in einem Terminal des Flughafens Leipzig/Halle. Hinter ihm steht Armin Schuster (CDU), Innenminister von Sachsen.
    Dobrindt spricht über Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle. (dpa / Hendrik Schmidt)
    Bei einem Besuch vor Ort sagte Dobrindt am Abend, der sehr ernste sicherheitsrelevante Vorfall zeige eine neue Gefahrenqualität. Dass sich eine Drohne bewaffnet mit Sprengstoff auf einem Flughafengelände befinde, sei ein bisher nicht dagewesenes Bedrohungsszenario.

    Drohnen-Vorfall am Airport Leipzig/Halle: Dobrindt warnt vor Spekulationen

    Der Bundesinnenminister lobte die Zusammenarbeit der Landes- und Bundespolizei sowie aller Behörden in diesem Fall. Er warnte vor Spekulationen über Motive und Hintermänner. Die Beantwortung solcher Fragen müsse den weiteren Ermittlungen überlassen werden.
    Der CDU-Verteidigungspolitiker Kiesewetter vermutet, dass Russland die Tat beauftragt hat. Er sagte der "Augsburger Allgemeinen", Deutschland sollte Artikel-4-Konsultationen in der NATO anstrengen. Artikel 4 erlaubt es jedem Mitgliedsland, Beratungen mit den Bündnispartnern zu verlangen, wenn es seine territoriale Unversehrtheit bedroht sieht.

    Sachsens Innenminister Schuster: Suche nach Teilen möglicher zweiter Drohne

    Dienstagabend war auf dem Flughafen eine Drohne entdeckt worden, die mit einer Sprengvorrichtung versehen war. Spezialisten der Bundespolizei entfernten den Zünder. Der sächsische Innenminister Schuster (CDU) sagte, es werde noch nach Teilen einer möglichen zweiten Drohne gesucht.
    Der Flughafen Leipzig/Halle ist ein Fracht-Drehkreuz auch für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine im Krieg gegen Russland. ⁠
    Diese Nachricht wurde am 05.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.