Ukraine-Krieg
Drohnen-Vorfall in Rumänien - Europäische Länder kritisieren Russland

Bundeskanzler Merz hat den Einschlag einer mutmaßlich russischen Drohne in einem Wohnhaus in Rumänien verurteilt.

    Es ist Nacht. Trümmerteile liegen auf der Straße. Mehrere Feuerwehrleute und ihr Wagen stehen vor dem Gebäude, das in rotes Blinklicht getaucht ist.
    Feuerwehr vor dem getroffenen Gebäude in Galati. (AFP / -)
    Der CDU-Politiker sagte, der Vorfall zeige einmal mehr Moskaus Bereitschaft zur Eskalation. Nötig sei eine starke NATO-Präsenz an der Ostflanke. Merz erklärte wörtlich: "Wir sind bereit, das Bündnisgebiet zu verteidigen." Außenminister Wadephul betonte, Russlands rücksichtsloses Verhalten bedrohe die kollektive Sicherheit. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Göring-Eckardt sagte im Deutschlandfunk, man müsse den Angriff als Provokation einordnen. Sie mahnte weiteren militärischen und wirtschaftlichen Druck auf Russland an.
    Kritik kam auch von NATO-Generalsekretär Rutte und EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen sowie Vertretern weiterer europäischer Staaten. Der ukrainische Staatschef Selenskyj betonte, sein Land werde Rumänien auf jede mögliche Weise unterstützen.
    Die Drohne hatte in der Nacht ein Hochhaus im rumänischen Galati nahe der Grenze zur Ukraine getroffen. Nach Angaben der Behörden wurden zwei Menschen verletzt. Der rumänische Präsident Dan berief inzwischen das höchste Verteidigungsgremium des Landes ein.
    Diese Nachricht wurde am 29.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.