Nach Wahlniederlage in Großbritannien
Druck auf Premierminister Starmer wächst

Nach den Verlusten der Labour-Partei bei den Kommunal- und Regionalwahlen in Großbritannien gerät der britische Premierminister Starmer weiter unter Druck.

    Großbritanniens Premierminister Sir Keir Starmer hält eine Rede.
    Großbritanniens Premierminister Sir Keir Starmer (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / James Manning)
    Mehr als 60 der gut 400 Labour-Abgeordneten entzogen ihm öffentlich ihre Unterstützung, wie britische Fernsehsender berichteten. Zudem kündigten vier parlamentarische Assistenten seiner Minister gestern Abend ihren Rücktritt an. Sie forderten Starmer auf, sein Amt aufzugeben.
    Zuvor hatte Starmer in einer Grundsatzrede erklärt, er werde an seiner Führungsrolle festhalten. Zugleich kündigte er an, Großbritannien politisch wieder näher an die Europäische Union zu führen. Seine Regierung werde die Beziehungen zu Europa wieder aufbauen und das Vereinigte Königreich in den Mittelpunkt Europas rücken, erklärte der Labour-Chef fast zehn Jahre nach dem Brexit-Referendum.
    Bei den Regionalwahlen am Donnerstag hatte Labour hohe Verluste eingefahren. Profitieren konnte davon unter anderem die rechtspopulistische Partei Reform UK.
    Diese Nachricht wurde am 12.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.