Wintersport
DSV-Sportdirektor Hüttel warnt vor Olympia-Aus für Nordische Kombination: "Müssen Argumente liefern"

Der Sportdirektor des Deutschen Skiverbands, Hüttel, warnt vor einem Olympia-Aus der Nordischen Kombination. Es wäre ein Riesenfehler, die Sportart aus dem Programm zu nehmen, sagte Hüttel kurz vor dem Auftakt der Olympischen Spiele in Norditalien. Man müsse dem IOC Argumente liefern.

    Porträt von Horst Hüttel, DSV-Sportdirektor
    Horst Hüttel, Sportdirektor der des Deutschen Skiverbands (Archivbild) (IMAGO / Ulrich Wagner / IMAGO / Ulrich Wagner)
    Hüttel hofft auf attraktive Wettkämpfe. Gerade die Einzel-Wettbewerbe der Kombinierer am 11. und 17. Februar stünden im Fokus des IOC. Unter anderem die Präsidentin des Komitees, Coventry, habe einen Besuch in Val di Fiemme angekündigt.

    Einzige Wintersportart ohne olympische Frauen-Wettbewerbe

    Für den DSV-Sportdirektor gibt es zwei Optionen: Entweder die Nordische Kombination wird für 2030 aus dem Olympia-Programm gestrichen, oder die Frauen kommen hinzu. Es ist bei den anstehenden Spielen die einzige Sportart, bei der es ausschließlich Männer-Wettbewerbe gibt.
    Das IOC hat eine genaue Betrachtung der Nordischen Kombination angekündigt. In welche Richtung eine Entscheidung über das künftige Olympia-Programm gehen könnte, ist offen. Als Kritik an der seit 1924 olympischen Sportart wurde angeführt, dass nur wenige Nationen Erfolge feiern würden. Der Weltverband FIS argumentiert dagegen, dass die Zahl der teilnehmenden Athletinnen und Athleten sowie Nationen seit Jahren steige.
    Diese Nachricht wurde am 03.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.